Doping-Skandal in Italien: Zehn Juventus-Profis der EPO-Einnahme beschuldigt
- Auch Del Piero, Deschamps und Conte verdächtigt
- Spannung bei Prozess gegen Juve-Manager
Zehn Spieler des italienischen Rekordmeisters Juventus Turin, darunter Starstürmer Alessandro Del Piero, werden in einem Gutachten beschuldigt, das verbotene Dopingmittel EPO eingenommen zu haben. Im Rahmen des Doping-Prozesses gegen den italienischen Spitzenklub, der seit 2002 in Turin läuft, wurden die Resultate einer Studie der römischen Universität Cattolica vorgestellt.
Im Auftrag der Turiner Richter überprüfte Professor Giuseppe D'Onofrio die Blutanalysen Dutzender Juventus-Fußballer zwischen 1994 und 1998. Aus den starken Werteschwankungen schloss D'Onofrio, dass mindestens zehn Juventus-Profis, darunter Del Piero, Didier Deschamps, Paolo Montero, Antonio Conte und Alessio Tacchinardi EPO eingenommen haben sollen, berichtet die Tageszeitung "Repubblica".
Das Gutachten soll in den nächsten Tagen von den Richtern in Turin unter die Lupe genommen werden. Die Resultate der Studie lösten die hitzige Reaktion der Juve-Rechtsanwälte aus, die die Glaubwürdigkeit des Gutachtens bestritten. Die wissenschaftlichen Grundlagen der Studie seien zweifelhaft, betonten die Verteidiger.
Den Juve-Funktionären wird vorgeworfen, Spieler in den 90er Jahren systematisch gedopt zu haben. Der Prozess, der am 31. Jänner 2002 begonnen hatte, soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. (apa/red)
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