Samstag, 3. Juli 2004

Amoklauf in Kansas City: Mann erschießt in Cafe fünf Leute und richtet sich selbst

  • Blutbad in der Cafeteria einer Fleischfabrik
  • Motiv für die Wahnsinnstat: Ständige Hänseleien

Wegen ständiger Hänseleien hat ein 23-jähriger Mann in einem Fleischverarbeitungsbetrieb in Kansas City im US-Staat Kansas fünf Kollegen erschossen und sich danach das Leben genommen. Zwei weitere Menschen wurden verletzt, teilte die Polizeisprecherin Mary Solem mit. Vier Opfer waren gleich bei dem Amoklauf am Freitagnachmittag gestorben. Ein 55 Jahre alter Mann erlag seinen schweren Verletzungen. Einzelheiten zum Tathergang teilte die Polizei nicht mit.

Der Amokläufer kam nach Berichten von Augenzeugenin die Cafeteria der Firma. Mit weit aufgerissenen Augen und dem Rufen von Obszönitäten habe er dann das Feuer wahllos auf Gäste eröffnet.

Der Schütze wurde von der Polizeisprecherin als unzufriedener Mitarbeiter beschrieben. Die Tageszeitung "Kansas City Star" schreibt unter Berufung auf Augenzeugen unter den 160 Mitarbeitern des Unternehmens, der Täter habe den Eindruck gehabt, dass sich alle über ihn lustig machten und ihn hänselten. Einen Mitarbeiter habe der Amokläufer vor der Tat gewarnt, sich nicht mit ihm anzulegen. Auslöser seien Bemerkungen darüber gewesen, dass er jeden Tag in der Kantine das gleiche Essen - Hühnchen-Burritos - bestellte.

Mit einem der Opfer habe er außerdem Streit über die Benutzung eines Gabelstaplers gehabt, schreibt das Blatt. Der Schütze sei nach seiner Entlassung vor kurzem erst wieder eingestellt worden. Er habe vor der Tat einen Verweis erhalten. (apa/red)

3.7.2004 07:36