UNO-Hubschrauber in Sierra Leone abgestürzt: 24 Menschen kamen ums Leben
- Ursache für den Absturz der Maschine vorerst unklar
Beim Absturz eines UN-Helicopters im westafrikanischen Sierra Leona sind am Dienstag 24 Menschen ums Leben gekommen, wie eine Sprecherin der Vereinten Nationen mitteilte.
An Bord der russischen Maschine befanden sich nach UN-Angaben Angehörige der örtlichen Friedenstruppen und Zivilisten. Unter den Opfern waren auch die drei russischen Besatzungsmitglieder, wie UN-Sprecherin Sharon McPherson erklärte. Die Ursache für den Absturz an einem schwer zugänglichen Abhang war zunächst unklar.
Der Hubschrauber war nach Angaben von UN-Sprecher Daniel Adekera auf dem Weg von der Hauptstadt Freetown ins 350 Kilometer entfernte Kailahun. Nach einem Zwischenstopp in Yengama habe das Bodenpersonal den Funkkontakt verloren. Ein Augenzeuge berichtete, der Hubschrauber habe einen Baum gestreift und sei in Flammen aufgegangen. Das Wrack stand nach UN-Angaben noch eine Stunde nach dem Absturz in Flammen.
Rettungsteams konnten die Absturzstelle südlich der Stadt nur mit einem weiteren Hubschrauber erreichen. Unter den Opfern sind einer Passagierliste zufolge 14 Soldaten und ein Polizist aus Pakistan sowie Zivilisten aus mehreren afrikanischen Staaten.
Die Vereinten Nationen haben in Sierra Leone nach dem Ende des elfjährigen Bürgerkriegs 2002 eine rund 11.800 Mann starke Friedenstruppe stationiert. Die Kämpfe endeten vor zwei Jahren, von Angriffen auf UN-Personal wurde seitdem nichts bekannt. (apa/red)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
