Sonntag, 4. Juli 2004

Schwerer Unfall auf der Westautobahn: Kleinbus stürzte über eine Böschung!

  • Rumänische Insassen erlitten schwere Verletzungen

Alle 15 Insassen eines rumänischen Kleinbusses sind verletzt worden, als der Wagen auf der A1 (Westautobahn) bei Pöchlarn (Bezirk Melk) von der Fahrbahn abgekommen ist. Mindestens sechs der Rumänen, die auf der Heimfahrt von Italien waren, haben laut NÖ Sicherheitsdirektion schwerste Verletzungen erlitten. Ein Großaufgebot an Rettungskräften war im Einsatz.

Der Kleinbus war von der Richtungsfahrbahn Wien abgekommen und über eine rund vier Meter hohe Böschung gestürzt. Mit der rechten Frontseite prallte der Wagen gegen einen Baum. Mehrere Menschen wurden eingeklemmt.

Am Hilfseinsatz beteiligten sich vier Notarzthubschrauber (Christophorus 2, 3, 10 und 15), zwei Notarztwagen, mehrere Fahrzeuge der Rettung und zwei Feuerwehren. Zwei private Ärzte halfen mit. Zur schnellen Behandlung der Opfer an Ort und Stelle wurde direkt auf der Autobahn ein Erstversorgungszelt aufgebaut. Danach wurden die Verletzen in die Krankenhäuser von Krems, St. Pölten, Linz und Amstetten gebracht.

Die Unfallursache war zunächst unklar. Nach bisherigen Erkenntnissen ist kein weiteres Fahrzeug beteiligt gewesen. Der Lenker war laut Sicherheitsdirektion nicht alkoholisiert.

Wegen der Rettungs- und Aufräumarbeiten war die Westautobahn ab 7.00 Uhr stundenlang gesperrt, eine Umleitung gab es über die B1, Wiener Bundesstraße. Erst kurz vor 11.00 Uhr war die A1 im Unfallbereich wieder passierbar. In Fahrtrichtung Salzburg kam auf Grund schaulustiger Lenker immer wieder zu Verkehrsbehinderungen.

Der Unfall passierte an der selben Stelle wie jener im August 2000. Damals waren acht Kinder bzw. Jugendliche ums Leben gekommen. (apa/red)

4.7.2004 08:51