RH-Boss Moser: Objektiv agieren und nicht nur "reparatorisch" eingreifen
- Bestellung zum RH-Präsident sei kein FP-Erfolg
·Josef Moser zum RH-Boss gewählt
"Beabsichtige, Arbeit frei von Parteipolitik zu führen"
Vorsorgen statt heilen. So könnte man die Devise des neuen Rechnungshof-Präsidenten Josef Moser zusammenfassen. Er will, künftig nämlich stärker präventiv tätig werden und nicht bloß "reparatorisch". Seine Bestellung sehe er im übrigen nicht als FP-Erfolg, weil das schlecht wäre für den Rechnungshof.
Kritik der Opposition will Moser, laut ORF-Radio, durch "objektives Agieren" minimieren. Zur Causa Homepage von Finanzminister Karl-Heinz Grasser gab Moser keine Stellungnahme ab. Für ihn gibt es keine heiklen oder nicht heiklen Fälle - "alle werden gleich geprüft" und Stellungnahmen gebe es währenddessen nicht.
Eines ließ Moser aber deutlich erkennen: Der RH werde künftig den Eindruck vermitteln, dass jederzeit mit einer Prüfung zu rechnen sei. "Aufpassen", ordentlich wirtschaften, "der Rechnungshof könnte kommen", werde die Devise sein.
Auch im Radio betonte Moser, die Frist zwischen Prüfungsbeginn und Enderledigung im Nationalrat verkürzen zu wollen.
Erneut betonte der neue RH-Chef auch, der FPÖ zwar viel zu verdanken, aber er sehe sich als Partei unabhängig und wolle den Freiraum behalten, keiner Partei beizutreten.
Im "Standard" (Samstag-Ausgabe) erklärt Moser, auf einen Dienstwagen verzichten zu wollen, er gelte als "Sparmeister". (apa/red)
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