11.000 Bilder sichergestellt: Sex-Vorwürfe gegen Priester in St. Pölten verdichten sich
- "Völlig absurd": Seminarleiter weist Vorwürfe zurück
- Beweisfoto von homosexuellen Kontakt soll existieren
·Richter als Kinder- porno-Konsument?
Linzer soll vom Dienst-PC Websites besucht haben
Gegen den Leiter des Priesterseminars St. Pölten sind schwere Vorwürfe erhoben worden. Regens Msgr. Ulrich Küchl habe homosexuelle Kontakte zu Seminaristen unterhalten, erklärte ein als "Kenner des Priesterseminars" bezeichneter Mann in TV-Berichten. Es existiere auch ein diesbezügliches Foto. Küchl bezeichnete die Vorwürfe als "völlig absurd" und kündigte rechtliche Schritte an.
Der Mann gab in dem ORF-Interview ferner an, der St. Pöltener Bischof Kurt Krenn sei über die Vorkommnisse informiert worden. Krenns Sprecher Michael Dinhobel dementierte dies gegenüber der ZiB 2.
Ein anonymer Anrufer hatte am Freitagabend Regens Küchl der Homosexualität bezichtigt und weitere Vorwürfe in Sachen Kinderpornografie erhoben. Küchl bestätigte, den Anrufer erkannt zu haben, es handle sich dabei um einen ehemaligen Priesteramtsanwärter, der wegen psychischer Störungen entlassen worden sei.
"Als man mir das Tonband vorspielte, habe ich die Stimme sofort erkannt. Er hatte mir schon bei seiner Entlassung aus dem Priesterseminar die Enthüllung eines großen Skandals angekündigt. Die Fakten, auf die er sich stützt, sind jedoch frei erfunden", so Küchl.
Auch, dass es Fotos mit homosexuellen Motiven - auf denen auch Regens Küchl abgebildet sei - gebe, stimme nicht. "Das ist ein Produkt seiner Fantasie. Dass es solche Fotos nicht gibt, ist auch von der Kriminalpolizei bestätigt worden", sagte Küchl. Ebenfalls "lächerlich" ist laut Küchl die Anschuldigung des Anrufers, es herrsche eine "homosexuelle Atmosphäre" im Priesterseminar.
Unterdessen meldet der ORF, dass auf einem untersuchten Computer 11.000 Bilder sichergestellt worden seien, darunter auch solche mit kinderpornografischem Inhalt.
Die Staatsanwaltschaft St. Pölten bestätigte den Fund, der leitende Staatsanwalt konnte jedoch noch nicht sagen, wer diese Bilder aus dem Internet herunter geladen hat. Auf einem der sichergestellten Bilder soll eine Vergewaltigung eines fünf- bis sechsjährigen Mädchens zu sehen sein. (apa/red)
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