Shooting Star Scheuch: Drei Jahre in der Politik und schon Generalsekretär
- Die freiheitliche Blitzkarriere des Kärntner Landwirts
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Vorläufiger Höhepunkt der freiheitlichen Blitzkarriere von Uwe Scheuch: Nach nur drei Jahren in der Politik wechsel der Kärntner Landwirt vom Nationalrat ins Generalsekretariat der FPÖ. Zu verdanken hat Scheuch diese Laufbahn einerseits der Kärntner FP, andererseit seinem Medientalent.
Rasch erkannte die Parteispitze, dass man mit dem smarten, als Feschak geltenden Kärntner in der Öffentlichkeit punkten könnte. Nun erhält er im Generalsekretariat die Chance, den Vorschusslorbeeren gerecht zu werden.
Ein klassischer Berufspolitiker ist Scheuch nicht. Nach der Matura ging er nach Wien, um dort innerhalb von sieben Jahren ein Studium an der Universität für Bodenkultur zu absolvieren. Nebenbei führte er ab 1990 die Land- und Forstwirtschaft am eigenen Hof. Seit sechs Jahren ist er selbstständig als Geschäftsführer der Mühldorfer Sand- und Kieswerke GmbH tätig. Erst 2001 ereilte ihn der Ruf in die Politik - gefördert vom Kärntner Landtagspräsident Jörg Freunschlag.
Uwe ist aber nicht der erste bekannte Scheuch in der Politik. Sein Großvater Robert Scheuch war ein Mitbegründer der Freiheitlichen, der ältere Bruder Kurt wurde als "Reißwolf von Knittelfeld" berühmt, als er vor zwei Jahren beim legendären Delegiertentreffen angeblich auf Grund eines Missverständnisses den Pakt zwischen der damaligen Obfrau Susanne Riess-Passer und deren Vorgänger Jörg Haider zerriss. Damals stand Uwe noch im Schatten des großen Bruders.
Das hat sich mittlerweile gründlich geändert. Mit der Nationalratswahl 2003 zog Scheuch - bis dahin nur als mäßig erfolgreicher Spitzenkandidat der freiheitlichen Bauern in Kärnten aufgefallen - ins Hohe Haus ein. Zu Beginn noch recht schüchtern, entwickelte sich das Jung-Talent rasch zum Wortführer der nicht immer ganz parteilinien-treuen Kärntner Freiheitlichen.
Da der begeisterte Landwirt (und FPÖ-Bauernchef) Scheuch auch ein begeisterter Plauderer ist, machte sich der Abgeordnete bei Journalisten recht beliebt, war ihm doch ein kerniger Sager nicht schwer zu entlocken. Allerdings war der künftige Generalsekretär dabei immer schlau genug, sich in keine Richtung zu weit hinauszulehnen, auch wenn er sich nicht ungern als ÖVP-Kritiker profilierte.
Trotzdem könnte am ehesten seine flotte Zunge Scheuchs Karriere bremsen, meinen Beobachter. Denn einem Fraktionskollegen (Anton Wattaul) während einer Parlamentsrede auszurichten, er solle nicht ungeduldig sein, das Schnitzel könne ruhig noch eine Zeit warten, ist nicht unbedingt die Art, die einen bei Parteifreunden sonderlich beliebt macht.
(apa/red)
