Spannung vor Treffen des FP-Vorstands um 16 Uhr: Wer steht auf Haubners Liste?
- Designierte Obfrau will Stadler nicht als Vizeparteichef
- Der Volksanwalt hält aber an seiner Kandidatur fest
·Stadler verzichtet auf Kandidatur
Der Volksanwalt wird Leiter der Partei-Akademie
·Stadler-Kandidatur für Vizeparteichef fix
Auch Generalsekretär-Funktion ist im Gespräch
·Haider für Strache als FPÖ-Parteivize
Strache: Gut vorstellbar,
"wenn Inhalte stimmen"
·Gorbach will nicht FP-Vize-Chef werden
Auch Obmann-Stellvertreter
Max Walch kandidiert nicht
·Für 34 Prozent ist Haubner ungeeignet
FORMAT: Nur 37% sehen sie als FP-Chefin geeignet
·Strache könnte sich
mit Vize anfreunden
Wien-FP-Chef will aber 'mit
Inhalten beseelte Politik'
·Haider spricht vor Parteitag Klartext
Verzicht auf übersteigerte Ideologie: "Keine Taliban"
·FPÖ: Haupt denkt nicht an Abschied
"War immer guter Arbeiter, aber schlechter Verkäufer"
·Stadler-Brandrede gegen ÖVP und FPÖ
"ÖVP hat uns domestiziert & verbietet uns den Mund"
In der Diskussion um die künftige Führungsspitze der FPÖ ist zumindest in einem Punkt eine Vorentscheidung gefallen: Die Sitzung der FP-Führung zur künftigen Gestaltung der FPÖ-Gremien brachte die Erkenntnis, dass Haubner Volksanwalt Stadler nicht als Vizeparteichef vorschlagen wird. Dieser hält indes an seiner Kandidatur fest. Spannend wird es heute wieder ab 16 Uhr: Da kommt in Linz der Vorstand der Partei zusammen, ab 19 tagt dann die Bundesparteileitung.
Bei der Sitzung der FP-Parteispitze ist Donnerstag ein Wahlvorschlag für die stellvertretenden Parteiobleute beschlossen worden. Die designierte FPÖ-Obfrau Ursula Haubner sagte in einer kurzen Stellungnahme, ihr Vorschlag werde von allen neun Landesparteien unterstützt. Volksanwalt Ewald Stadler findet sich laut Haubner auf diesem Vorschlag nicht.
Und Haubner betonte weiter: die Berufung von Stadler zum Generalsekretär habe sie nie vorgeschlagen, sie sei in der Sitzung daher "kein Thema" gewesen. Gleichzeitig versicherte die Staatssekretärin: "Das Tor für eine konstruktive und neue Zusammenarbeit (mit Stadler, Anm.) ist sehr weit offen." Wie diese Zusammenarbeit aussehen könnte, will Haubner am Freitag mit Stadler persönlich besprechen.
Wen Haubner nun in Linz aber als ihre Stellvertreter vorschlagen wird, das wollte sie nach der Sitzung nicht sagen. Dies werde sie zuerst den am Freitag in Linz tagenden Parteigremien mitteilen.
Laut Haubner wird Stadler, der ja kein Parteitags-Delegierter ist, dennoch am Parteitag reden dürfen: "Wir sind eine sehr demokratische Partei und das Rederecht wird jedem zugestanden."
Mölzer: Kompromiss für Parteiführung zeichnet sich ab
Der Neo-EU-Abgeordnete der FPÖ, Andreas Mölzer, hofft im Zug der Debatte um die künftige freiheitliche Führungsmannschaft "auf einen Kompromiss". Demnach bleibe die Kandidatur des von der "Arbeitgemeinschaft freiheitliche Zukunft" vorgeschlagenen Volksanwalts Ewald Stadler für den Stellvertretenden Parteiobmann am Parteitag in Linz zwar weiter aufrecht.
Weiteres Treffen am Freitag
Ein Teil der freiheitlichen Prominenz findet sich schon am Freitag in der oberösterreichischen Landeshauptstadt ein. Um 16 Uhr tagt der Vorstand, im Anschluss - gegen 19 Uhr - wird die Bundesparteileitung zusammentreten. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte auch der Leitantrag zum Parteitag vorliegen, der sich in erster Linie den Themen soziale und innere Sicherheit widmen wird. Auch müssten dann die neuen Generalsekretäre feststehen. (apa/red)
