Mittwoch, 30. Juni 2004

Haupt denkt an Arbeit, nicht Abschied:
"Guter Arbeiter aber schlechter Verkäufer"

  • "Bin gerne in dem Team, egal wo man mich hinstellt"

Herbert Haupt, scheidender Bundesparteichef der FPÖ, will in jedem Fall weiter politisch tätig sein. "Ich bin gerne Sozialminister und würde gerne noch viele andere Aufgaben fertig machen. Ich denke nicht an Abschied, sondern an Arbeit."

Auch für den Fall, dass er nicht mehr Sozialminister sein sollte, will Haupt dem FPÖ-Team um Ursula Haubner und Hubert Gorbach angehören: "Ich bin gerne bereit in diesem Team mitzuarbeiten, wohin man mich stellt." Wenn es der Wunsch sei ihn als Minister abzulösen, werde er eben "woanders weiter arbeiten".

Zu seinem Abschied als Bundesparteichef bemerkte Haupt, er habe immerhin die operative Arbeit innerhalb der Partei sowie die Führung in der FPÖ-Regierungsmannschaft schon vor sechs Monaten abgegeben und seither viel mehr Zeit für seine Regierungsagenden. Konkret zu seiner Rolle im Politgeschäft sagte der scheidende Parteiobmann: "Ich war immer ein guter Arbeiter, aber ein schlechter Verkäufer."

Auf etwaige Differenzen innerhalb der FPÖ wegen Forderungen des "rechtsnationalen Flügels" angesprochen meinte Haupt, für ihn gebe es "keinen rechtsnationalen Flügel, sondern nur die Freiheitlichen". Auch sei er selbst "weder in einem Lager noch in einem anderen". Haupt wollte deshalb auch nicht sagen, ob er ein allfälliges Antreten Ewald Stadlers bei der Wahl zu den stellvertretenden Parteichefs unterstützen würde. Für ihn gehe es nur um die Unterstützung der künftigen Parteiobfrau Ursula Haubner und ihres Teams. Haupt: "Und dazu stehe ich." (apa/red)

30.6.2004 21:13