Entwarnung am Flughafen Schwechat: Keine Bombe in verdächtigem Koffer!
- Inhalt des Gepäckstücks: Elektro-Geräte und Kleidung
- Besitzer des Koffers hat sich bisher nicht gemeldet
Ein herrenloser, schwarzer Koffer hat am Mittwoch am Flughafen Wien-Schwechat einen Bombenalarm ausgelöst. Der Sicherheitsdienst des Airports konnte nach zwei ersten Proben keine Entwarnung geben, daher wurde der Entschärfungsdienst des Innenministeriums angefordert. Die Experten konnten schließlich aufatmen: Es wurde kein Sprengstoff in dem Gepäckstück gefunden.
Der Koffer, der mit einem indischen Namensschild versehen war, wurde um 9.20 Uhr beim Checkin-Schalter 98 am Terminal 1 entdeckt. 15 Minuten lang wurde der Mann via Lautsprecher ausgerufen. Als er sich nicht meldete, wurden als Vorsichtsmaßnahme Sprengstofftests durchgeführt. Dafür wurde der Terminal 1 für die Fluggäste gesperrt.
Bei der ersten Probe reagierte ein Wischtuch, das Sprengstoffspuren an der Oberfläche des Gepäckstückes identifizieren kann, positiv. Bei einem Röntgen wurden schließlich noch Drähte im Inneren des Koffers entdeckt. Daraufhin forderte der Sicherheitsdienst des Airports die Experten des Innenministeriums an.
Die Mitarbeiter des Entschärfungsdienstes beschossen zuerst den Koffer mit einem so genannten Wassergewehr mit hohem Atü-Druck. Danach sorgte eine händische Durchsuchung für die endgültige Klärung. In dem Gepäckstück wurden lediglich harmlose elektronische Geräte, Kosmetika und Kleidungsstücke gefunden.
Der Besitzer des Koffers hatte sich bis zum frühen Nachmittag noch nicht gemeldet. "Jetzt ist es wohl auch besser, er macht es nicht mehr", meinte ein Mitarbeiter.
Täglich gibt es fünf bis sechs falsche Alarme wegen Koffer mit verdächtigem Inhalt - allerdings erst nach dem Check-In - am Airport Wien-Schwechat, sagte Franz Spitzer, Sicherheitsbeauftragter des Flughafens. Herrenlose, verdächtige Koffer gebe es rund 100 pro Jahr, nur ein- bis zwei Mal müsste der Entschärfungsdienst ausrücken.(apa/red))
