Mordalarm in Kärnten: Die Kriminalisten tappen weiterhin im Dunklen
- Schrechlicher Mord in der Nähe von Klagenfurt
- Unbekannter aus nächster Nähe regelrecht hingerichtet
·Tote in Wehranlage:
Mordfall ist geklärt!
Tatverdächtiger gestand Frau erdrosselt zu haben
Der nackte Tote in der Gemeinde Magdalensberg (Bezirk Klagenfurt-Land) gibt den Kriminalisten weiter Rätsel auf. "So lange wir nicht wissen, bei wem es sich um den Toten handelt, haben wir keinerlei Anhaltspunkte", sagte ein Ermittler am Mittwoch.
Laut Angaben des Klagenfurter Staatsanwaltes Horst Pleschiuntschnig habe die Obduktion durch die Gerichtsmedizin ergeben, dass der Tod durch zwei Nahschüsse in den Kopf eingetreten ist, wobei eine Pistole vom Kaliber neun Millimeter verwendet wurde. Todeszeit sei Montag zwischen 20.00 und 24.00 Uhr gewesen. Weiters weise das Opfer am Kopf eine massive Rissquetschwunde auf, die dem Mann mit einem spitzen Schlagwerkzeug zugefügt worden sei. Dadurch sei es zu einem Schädelbruch gekommen, sagte Pleschiuntschnig.
Bei der Spurensicherung wurden Projektile und Hülsen sicher gestellt. Hingegen fehlten von der Tatwaffe und von der Kleidung des Opfers auch am Mittwoch jede Spur. Deshalb haben die Kriminalisten der Gendarmerie auch keinerlei Hinweise zur Identität des Mannes.
Beim Toten handelt es sich um einen Mann im Alter von 45 bis 50 Jahren. Er ist 1,65 Meter groß, von mittlerer Statur und ein heller, ungebräunter Hauttyp. Der Mann hat mittelgraue längere (bis 15 Zentimeter) dichte Haare, einen grauen Dreitagesbart, einen dunkelbraunen Oberlippenbart und braune Augen. Auffallend ist das mangelhafte Gebiss.
Auf Grund der gefundenen Projektile und Hülsen gehen die Ermittler davon aus, dass der Auffindungsort der Leiche auch der Tatort ist. Der Tote wurde - darauf weisen Schleifspuren hin - in ein Gebüsch gezerrt. Ob von der Spurensicherung festgestellte Reifenspuren im Zusammenhang mit der Tat stehen, ist noch unklar. Der oder die Täter dürften Profis sein.(apa/red)
