Dienstag, 29. Juni 2004

Hangrutschung im Salzburger Pinzgau: Hunderte von Außenwelt abgeschnitten!

  • Gesteinsmassen haben einzige Zufahrt verschüttet
  • Weitere 1.000 Tonnen Gestein sind absturzgefährdet

Nach der Hangrutschung in Neukirchen am Großvenediger im Salzburger Pinzgau dürfen die eingeschlossenen Urlauber noch heute mit ihren Autos den Ortsteil Neuhaus verlassen und nach Hause fahren. Das teilte ein Sprecher der Bezirkshauptmannschaft Zell am See am frühen Nachmittag mit. Danach muss der Sonnberg-Güterweg aber für sieben bis zehn Tage erneut völlig gesperrt werden und Neuhaus ist wieder völlig abgeschnitten. Die acht Bauernhäuser, zwei Privathäuser und ein Gasthof waren nach regen-bedingtem Abrutschen von großen Gesteinsmengen von der Außenwelt isoliert.

Durch die Rutschung über dem Sonnberg-Güterweg ist die Zufahrt zum Ortsteil Neuhaus, in dem sich ein Gasthaus, acht landwirtschaftliche Anwesen, zwei Privathäuser und mehrere Almhütten befinden, gesperrt. 53 Bewohner, rund 20 Urlauber im Gasthaus Neuhaus und etwa 30 bis 40 Urlauber in den Almhütten wurden dadurch eingeschlossen. Laut Katastrophenreferent Kurt Reiter sind etwa 500 bis 600 Kubikmeter Gestein mit geschätzten 1.000 Tonnen Gewicht akut absturzgefährdet. Ausgelöst wurde die Rutschung durch die vielen Regenfälle in den vergangenen Tagen.

Die momentanen Arbeiten sind aber nur eine Notlösung. Der Güterweg muss nämlich an dieser Stelle aufgelassen und 30 Meter weiter unterhalb neu errichtet werden. Dazu müsse auch ein Wall errichtet werden, so Michel. Das wird vermutlich mehrere Wochen dauern. (apa)

29.6.2004 10:16