Dienstag, 29. Juni 2004

Erfreuliche Bilanz: Bisher weniger Verkehrstote auf Österreichs Straßen

  • Mit 348 Opfern 60 weniger als im ersten Halbjahr 2003
  • Verkehrsminister Gorbach sieht sich "richtig unterwegs"

"Wir sind in unserer Verkehrssicherheitsarbeit auf dem richtigen Weg und in die richtige Richtung unterwegs", erklärte Verkehrsminister Hubert Gorbach (F) zur Unfallbilanz des ersten Halbjahres, die rund 60 Tote weniger ausweist als jene für die Monate Jänner bis Juni 2003.

Im Veregleichszeitraum des Vorjahres waren noch 409 Verkehstote zu beklagen. Die blutigste Unfallwoche des heurigen Jahres war jene von 21. bis 27. Juni, als 20 Menschen ihr Leben ließen. Jene Zeit, in der die meisten Opfer zu beklagen sind, steht uns aber noch bevor, es sind dies die Sommermonate.

Gorbach mit sich und Halbjahres-Bilanz zufrieden
"Mit dem Mehrphasenführerschein, der Einführung von Drogentests, der section control, den Maßnahmen zur Baustellensicherheit, der konsequenten Verbesserung der Tunnelsicherheit oder zuletzt mit der Einführung der Warnwesten haben wir schon viele Schritte gesetzt, um die Sicherheit auf unseren Straßen zu erhöhen. Trotzdem ist jeder einzelne Verkehrstote einer zu viel", so Gorbach in einer Aussendung.

Der Minister erinnerte an die für Herbst geplante Kampagne mit TV-Spots zu den Themenschwerpunkten Alkohol am Steuer und überhöhte Geschwindigkeit. Außerdem arbeite man intensiv an einem Modell für das Vormerksystem. Die Erhöhung der Strafrahmen sei für ihn "das letzte Mittel und nur dort sinnvoll, wo es die Menschen nachvollziehen und verstehen können". Die bestehenden Strafrahmen würden derzeit nicht annähernd ausgenutzt. So würde in Österreich bei einem Strafrahmen für überhöhte Geschwindigkeit von 21 bis 726 Euro eine Übertretung von 20 km/h im Schnitt mit nur 28 Euro bestraft, in den skandinavischen Ländern seien für die dieselbe Übertretung bis zu 400 Euro zu zahlen.
(apa/red)

29.6.2004 08:25