Montag, 28. Juni 2004

"Club Jörg" steht vor der Vereins-Auflösung: "Jetzt ist Schluss"

  • Wenn der Haider nicht will, nützt das gar nichts
  • Club Präsident Fischl: "Jetzt ist eben Schluss"

Am Dienstag wird sich der Haider-Fanclub "Club Jörg" wohl auflösen. "Jetzt ist Schluss" resignierte Präsident Harald Fischl, bekannt auch durch seine Verbal-Duelle als GAK-Präsident mit Hannes Kartnig. Nachdem sich Jörg Haider abermals weigerte die Parteiführung zu übernehmen befand Fischl: "Wenn er nicht will, macht es keinen Sinn mehr."

Das Motiv des Anfang 2003 gegründeten Clubs, den Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider wieder an der Parteispitze zu bringen und ein Comeback zu organisieren, habe sich erledigt. Haider habe sich nach ersten Zusagen "schon wieder geweigert, die Verantwortung für die Partei zu übernehmen". Fischl im "Standard": "Unsere Euphorie ist einer Ernüchterung gewichen. Wir sind schwer irritiert, weil er dem Ruf der Partei schon wieder nicht gefolgt ist. Zuerst hat er signalisiert, dass er es machen wird - jetzt will er nichts mehr davon wissen." Jörg Haider habe "seine engsten Freunde, die für ihn gerannt sind" schwer enttäuscht. Fischl ist überzeugt, dass Haider die FPÖ durchaus noch einmal hätte "retten" können, nun aber "wurde nur das Leiden verlängert". (apa/red)

28.6.2004 17:37