Montag, 28. Juni 2004

Tote in Wehranlage in Niederösterreich: Ermittler nehmen Tatverdächtigen fest!

  • Mutmaßlicher Mörder dürfte Arbeitskollege sein
  • Opfer stammt aus Mürzzuschlag in der Steiermark

Der Mord an jener 39-jährigen Frau, deren Leiche am Montag in einer Wehranlage des Kehrbaches in Schwarzau am Steinfelde (Bezirk Neunkirchen) aufgefunden worden war, konnte bereits am Dienstag geklärt werden. Nach Angaben der Kriminalabteilung NÖ, hat ein 27-jähriger Arbeitskollege des Opfers die Tat gestanden. Er habe die Frau am Sonntag "aus Zorn" erdrosselt und anschließend mit einem Fahrzeug von der Steiermark nach Niederösterreich gebracht.

"Die beiden haben fünf bis sechs Jahre lang in einer Discothek in Steinhaus am Semmering zusammengearbeitet, waren dort 'Mädchen für alles' - und er hat sie nie leiden können, weil sie offenbar die dominantere, attraktivere und auch intelligentere Person war", berichtete Oberst Franz Polzer von der Kriminalabteilung Niederösterreich (KA-NÖ) am Dienstag der APA.

Am Sonntag war es dann zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen: "Dabei dürfte er dann zugeschlagen haben und so in Rage geraten sein, dass er seine Kollegin mit einer Drahtschlinge erdrosselt hat." Laut Polzer hatte der Verdächtige Übung im Umgang mit Draht, weil er diesen häufig zum Befestigen von Plakaten verwendet hatte.

Zudem habe der 27-Jährige einen Hang zum Fetischismus: "Er hat Damenunterwäsche gestohlen. Wir haben in seiner Wohnung eine Menge Slips gefunden", ersucht Polzer nun um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung. "Wenn von einer Wäscheleine Kleidungsstücke fehlen, wird das für gewöhnlich nicht gemeldet - nur in unserem Fall wäre das sehr wichtig." (apa/red)

28.6.2004 17:34