Powell widerspricht Irak-Präsident Allawi: Saddam bleibt auf absehbare Zeit in US-Haft
- Ex-Diktator droht die wiedereingeführte Todesstrafe
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Irak kündigt Wiederein-führung der Todesstrafe an
US-Außenminister Powell hat irakischen Angaben widersprochen, wonach Saddam Hussein Anfang Juli in ein irakisches Gefängnis verlegt werden solle. Der frühere irakische Machthaber bleibe auf absehbare Zeit "physisch" im Gewahrsam von US-Sicherheitskräften, sagte Powell am Sonntag dem US-Nachrichtensender CNN.
Er erwarte allerdings, dass der Ex-Staatschef im juristischen Sinne "in Kürze" den Irakern übergeben werde. Entsprechende Verhandlungen mit der irakischen Seite über die Übertragung seines Falles an die irakische Justiz sowie zu seiner physischen Übergabe an die Iraker würden fortgesetzt, betonte Powell.
Übergangsregierungschef Allawi hatte am Sonntag gesagt, Saddam Hussein werde ab Anfang Juli von Irakern bewacht, die von den US-geführten Koalitionstruppen unterstützt würden. Saddam Hussein wird derzeit von den USA an einem unbekannten Ort festgehalten. Er soll vor ein irakisches Sondertribunal gestellt werden. Ihm droht die Todesstrafe, deren Wiedereinführung von der Übergangsregierung angekündigt wurde. (apa)
