Kein Ende des Terrors im Irak: Gewaltige Explosion erschüttert Zentrum von Bagdad
- Zwei Raketen schlugen in "Grüner Zone" am Tigris ein
- Allawi bekräftigt Wahltermin vor Ende Jänner 2005
·Autobombe im Irak explodiert: 40 Tote!
Unter Opfern befinden sich ausnahmslos Zivilisten
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Drei türkischen Geiseln droht Enthauptung
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Irak kündigt Wiederein-führung der Todesstrafe an
In der stark gesicherten "Grünen Zone" im Zentrum von Bagdad sind am Sonntagmorgen zwei Raketen eingeschlagen und explodiert. Über Opfer oder Schaden lagen zunächst keine Informationen vor, wie ein Sprecher der US-Armee sagte. Die Raketenexplosionen hatten das Zentrum von Bagdad stark erschüttert. Über der "Grünen Zone" stieg Rauch auf. In dem Viertel am Tigris hat die US-geführte Koalition ihr Hauptquartier.
Aufständische haben wiederholt Raketen und Granaten auf die Grüne Zone gefeuert, einen weiträumigen Gebäude-Komplex am Ufer des Tigris. Meist haben sie nur leichten Schaden angerichtet. Das US-Militär und die irakischen Behörden rechnen wenige Tage vor der Machtübergabe an die irakische Übergangsregierung am Mittwoch mit weiteren Anschlägen.
Erst am Samstag waren bei der Explosion zweier Autobomben in Hilla nach US-Militärangaben 40 Menschen getötet worden. 22 Menschen seien verletzt worden, teilte das US-Militär am Sonntag mit. Hilla liegt rund 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Bagdad und wird vor allem von Schiiten bewohnt. In den vergangenen 15 Monaten der Besatzung war es dort vergleichsweise ruhig geblieben.
Am Samstag war auch in der nordirakischen Stadt Erbil eine Autobombe explodiert. Zehn Menschen wurden nach Polizeiangaben in der überwiegend von Kurden bewohnten Stadt verletzt.
Allawi bekräftigt Wahltermin
Die Wahl für ein Übergangsparlament in Irak wird nach Angaben von Übergangsregierungschef Iyad Allawi wie geplant bis Ende 2005 abgehalten. "Wir werden sie vor dem 31. Jänner organisieren", sagte Allawi am Sonntag in Bagdad. Er relativierte damit von ihm gemachte Äußerungen, wonach die Wahl möglicherweise um zwei Monate verschoben werden könnte. Er sei "falsch interpretiert" worden, sagte Allawi.
. (apa/red)
