Personalrochaden in der FPÖ: Für Strasser
war Zeitpunkt "richtig gewählt"
- Innenminister nicht amtsmüde: "Bin gerne Minister"
Innenminister Strasser hält den Zeitpunkt der Personalrochade bei der FPÖ für "richtig gewählt" - "jetzt, wo die bundesweiten Wahlen vorbei sind". Er sprach von einem höheren Arbeitsaufwand durch die Personalumbildungen. "Dieter Böhmdorfer war auch mein Partner als Regierungskoordinator. In dieser eher unbedankten Arbeit im Hintergrund geht es jetzt wieder zurück an den Start".
Von der neuen Justizministerin Karin Miklautsch erwartet der Innenminister im Interview mit dem "Standard", dass sie für eine zügige Umsetzung der Reform der Strafprozessordnung sorgt. "Es wäre schön, wenn sie sich für eine EDV -Aufrüstung einsetzt", fügte Strasser hinzu. Durch mangelhafte Ausrüstung gehe der Exekutive viel Zeit verloren. "Wir haben fast keine Möglichkeiten, mit der Justiz digital in Kontakt zu treten", sagte der Minister.
Strasser selbst möchte nach eigenen Angaben im Amt bleiben. Es wisse nicht, vorher das Gerücht stamme, dass er amtsmüde sei. "Ich bin immer noch sehr gerne Innenminister, und für mich kommt auch kein anderer Job in der ÖVP in Frage", betonte der Minister gegenüber dem "Standard".
Auf den Hinweis, dass er immer wieder für Wien ins Gespräch gebracht werde, sagte Strasser, dies sei mit dem Amt des Innenministers nicht vereinbar. "Ich kann nicht vormittags auf Bundesebene Entscheidungen treffen und mich am Nachmittag um die richtige Richtung der Stadtpolitik kümmern."
