Keine Regierungs-Filiale: Haubner möchte FPÖ künftig als 'Hauptunternehmen' führen
- Neue FPÖ-Chefin kündigt "klare Führungsstrukturen" an
- Haubner verteidigt Kür von Miklautsch zu Justizministerin
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Die designierte FPÖ-Chefin und Staatssekretärin Haubner will die freiheitliche Partei künftig als "Hauptunternehmen" und nicht als Zweigstelle neben der Regierung führen. Das sagte Haubner am Sonntag in einem TV-Gespräch. Das derzeitige Modell - Parteichefin Haubner, Vizekanzler Gorbach, "Konsulent" Haider - sei "nicht das Führungsmodell der Zukunft".
Haubner kündigte in der ORF-"Pressestunde", dass es "klare Führungsstrukturen" geben werde. Die Weichen dazu würden beim Parteitag kommendes Wochenende in Linz gestellt. Klar machte Haubner aber schon vorab, dass sie Stellvertreter bekommen und das Generalsekretariat "neu ausgerichtet" werde.
Haubner: Keine Schuldzuweisungen
Angesprochen auf das Debakel der FPÖ bei der EU-Wahl und auf die Frage, ob letztlich Haider Schuld an den permanenten Verlusten habe, meinte Haubner, sie halte es nicht für richtig, "ganz gleich wem die Schuld zu geben".
Verteidigt wurde von Haubner einmal mehr die Kür der Kärntnerin Karin Miklautsch zur neuen Justizministerin. Sie verwahre sich etwas, dass gesagt werde, hier sei jemand aus dem "Kärntner Unterholz" geholt worden. Sie kenne Miklautsch persönlich "und traue es ihr wirklich zu". Miklautsch werde eine "ganzheitliche" Justizministerin sein, die das Beschlossene auch "an die Menschen bringt".
Gorbach entscheidet über Mainoni-Aufgaben
Wie die künftige Aufgabenverteilung im Infrastrukturministerium nach der Bestellung des Freiheitlichen Eduard Mainoni als zweiten Staatssekretär aussehen werde, "das wird Verkehrsminister Gorbach in den nächsten Tagen ganz klar festmachen", kündigte Haubner an.
Und was künftige Regierungsumbildung angeht, versicherte Haubner erneut: diese werde es nur geben, wenn jemand aus privaten Grünen aus dem Kabinett ausscheiden wolle. Sie selbst wolle jedenfalls nicht Vizekanzlerin werden. "Es geht mir nicht um Positionen, sondern darum, meine Partei in eine bessere Zukunft zu führen." (apa)
