Erste Bilanz nach Unwetter: Insgesamt betragen die Schäden 10 Millionen Euro!
- Schwerer Hagel vernichtet Ernte in der Steiermark
- BILDER der Überschwemmungen und der Helfer
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Murenabgänge, überflutete Straßen und Keller
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Hunderte Helfer räumen in den verwüsteten Gemeinden auf, das wahre Ausmaß ist noch nicht abschätzbar. Aber eines ist sicher: Die schweren Unwetter, die am Wochenende über Österreich tobten, haben Millionenschäden verursacht! Am schlimmsten traf es Kärnten: 60 Liter Regen pro m² (!!) verwandelten Klagenfurt in Venedig. In der Steiermark vernichtet der Hagel Ernte im Wert von vier Millionen Euro, im Südburgenland wurden mehrere Keller überflutet.
Nach dem Hochwasser in Kärnten beläuft sich die Schadenssumme auf etwa 6,3 Millionen Euro. Zwei Drittel der Schäden entfallen allein auf die drei Gemeinden St. Andrä/Lavanttal, St. Paul/Lavanttal und Magdalensberg.
Bedingt durch heftige Regenfälle herrschte Hochbetrieb bei den Kärntner Feuerwehren. Insgesamt verzeichnete die Landesalarm- und Warnzentrale rund 350 Einsätze, mehr als 640 Mann waren im Einsatz.
Vor allem in Mittel- und Unterkärnten war der Einsatz von Feuerwehren bei Kellerüberflutungen sowie vielen über die Ufer getretenen Bächen, überschwemmten Straßen und mehreren Hangrutschungen erforderlich. In St. Donat bei St. Veit/Glan Veit kam zu einer Hangrutschung. Aus drei Häusern mussten insgesamt 23 Personen evakuiert werden. Hangrutschungen gab es auch in der Gemeinde Griffen.
Steiermark: Hagel vernichtet Ernte, vier Millionen Schaden!
Während sich das Hochwasser in der Steiermark in Grenzen hielt, kam es durch Hagel zu beträchtlichen Schäden. Laut Hagelversicherung waren rund 10.000 Hektar verschiedener Kulturen in der Oststeiermark betroffen (vor allem Obst, Wein, Gemüse, Mais und Getreide sowie Kürbis), der Schaden wird auf rund vier Mio. Euro geschätzt. Insgesamt sind in der Steiermark heuer schon Schäden in der Höhe von sieben Mio. Euro zu verzeichnen.
Feuerwehren und Straßenmeistereien standen in Graz und in Teilen der Ost- und Weststeiermark im Einsatz, um vermurte Nebenstraßen freizumachen, Keller und Liftschächte auszupumpen und durch orkanartigen Sturm losgerissene Plakatwände und Äste wegzuräumen.
In Großwilfersdorf im Bezirk Fürstenfeld standen mehrere Keller unter Wasser. Auch bei Kirchberg im Bezirk Feldbach musste die Feuerwehr ausrücken - hier war die Landesstraße vermurt worden. Auch in Staden kam es bedingt durch Hochwasser zu Behinderungen auf Nebenstraßen. Wetterbedingte Einsätze wurde auch aus der Weststeiermark vermeldet.
Keine dramatische Situation in Niederösterreich
"Es war überhaupt nicht dramatisch." Mit diesen Worten kommentierte NÖ Feuerwehrsprecher Jörg Würzelberger die Einsätze seiner Kollegen am vergangenen Wochenende. Teilweise heftiger und lang anhaltender Regen sorgte in einigen Teilen Niederösterreichs für Überschwemmungen. Insgesamt 400 Feuerwehrleute waren mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt, gröbere Schäden sind aber nicht zu vermelden.
Die kleine Gemeinde Eggendorf im Thale im Bezirk Hollabrunn traf es da noch am härtesten. Einige Keller wurden überflutet und mussten ausgepumpt werden. Hochwasser führte auch die Lainsitz im Waldviertel. Wohnhäuser oder Straßen waren dort jedoch nicht betroffen. In St. Aegyd im Neuwalde im Bezirk Lilienfeld wurde eine Stromleitung durch Blitzschlag lahm gelegt. (apa/red)
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