Überraschung bei VA-Tech-Aufsichtsrat: Franz Struzl legt sein Mandat zurück!
- Zahl der Kapitalvertreter im Gremium auf 10 reduziert
- Seit Mai ist der Manager für Böhler-Uddeholm tätig
·VA Tech: ÖIAG verzichtet auf Klage!
Kapitalerhöhung bei VA Tech weiterhin befürwortet
Franz Struzl (61), ehemals Vorstandschef des Linzer Stahlkonzerns voestalpine, hat beim börsenotierten oberösterreichischen Großanlagenbauer VA Tech sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats zurück gelegt.
Der Rücktritt von Struzl war bereits seit längerem erwartet worden. Mit seinem Ausscheiden aus dem Kontrollgremium des größten Technologiekonzerns Österreichs hat sich die Zahl der Kapitalvertreter im VA Tech-Aufsichtsrat auf 10 reduziert. Wie es dazu hieß, entspreche dies dem vom österreichischen Corporate-Governance-Kodex vorgesehenen Rahmen.
Struzl, im vergangenen Sommer wegen einer Aufsehen erregenden Insideraffäre rund um den Kauf von Aktien der Voest-Tochter VAE massiv unter Beschuss geraten und deshalb als Voest-Generaldirektor per 31. März 2004 zurückgetreten, ist nun für den Edelstahlerzeuger Böhler-Uddeholm tätig.
Seit 1. Mai sitzt der 61-jährige Top-Manager im Chefsessel der neuen Böhler-Tochter Villares Metals in Brasilien. Struzl hat einen Dreijahresvertrag unterschrieben, in seiner neuen Funktion soll er die brasilianische Neuerwerbung möglichst rasch in den Böhler-Konzern integrieren.
(apa/red)
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