Montag, 7. Juni 2004

Broukals Nazi-Sager: Haubner fordert jetzt klärendes Wort vom neuen Präsidenten

  • Geschäftsführende FP-Obfrau beharrt auf Rücktritt
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Die geschäftsführende FP-Obfrau Ursula Haubner will, dass nach dem Eklat um den SP-Abgeordneten Josef Broukal im Nationalrat auch der Zweite Nationalratspräsident Heinz Fischer aktiv wird: "Ich erwarte mir vom designierten Bundespräsidenten Fischer, dass er mit Abg. Broukal ein klärendes Wort spricht", sagte Haubner. Broukal hatte ÖVP und FPÖ im Nationalrat vorgeworfen, dem Nationalsozialismus nachzutrauern, hat sich aber mittlerweile für diese Aussage entschuldigt.

Haubner beharrt dennoch weiterhin auf den Rücktritt des SP-Wissenschaftssprechers und betonte, dass es "mit einer einfachen Entschuldigung" nicht getan sei. Es bestehe die Gefahr, dass wieder mit den altbekannten Argumenten vom Ausland her gegen Österreich agiert werde.

Fischer müsse daher ein "ernstes Gespräch" mit Broukal führen. Ergebnis des Gespräch solle es sein, "dass Aussagen wie diese nicht nur nicht tragbar sind, sondern dass Personen, die solche Aussagen tätigen, auch als Parlamentarier nicht tragbar sind", meinte Haubner. (apa/red)

7.6.2004 10:52