Dienstag, 8. Juni 2004

Neue Anschläge im Irak: Explosionen in Bakuba und Mossul fordern mehrere Tote

  • Mossul: Zehn Iraker getötet und bis zu 100 verletzt
  • Selbstmordattentat vor US-Stützpunkt in Bakuba

Im Irak sind bei Anschlägen mit Autobomben mehr als ein Dutzend Menschen getötet worden. Vor einem US-Stützpunkt in der Stadt Bakuba riss ein Selbstmordattentäter mindestens fünf Menschen mit in den Tod, vier Iraker und einen US-Soldaten. Bei der Explosion von zwei Autobomben in der nordirakischen Stadt Mossul wurden mindestens zehn Menschen getötet und mehr als hundert verletzt.

Der Autobombenanschlag in Mossul ereignete sich vor einem Regierungsgebäude und in der Nähe einer Schule. Einige der Opfer dort wurden in ein amerikanisches Feldlazarett gebracht. Augenzeugen zufolge soll der Anschlag von drei Selbstmordattentäter in einem Taxis verübt worden sein. Rund eine Stunde später schlugen mehrere Granaten auf dem Gelände des Stützpunkts der Koalitionstruppen in Mossul ein. Zwei zivile Beschäftigte wurden verletzt.

Nach Polizeiangaben explodierten in der Früh vor dem Rathaus von Mossul zeitgleich eine Autobombe und ein Sprengsatz am Straßenrand, als der Konvoi des städtischen Bürgermeisters und Sicherheitschefs Generalmajor Sammi al Haj Issa vorüberfuhr. Haj soll bei dem Attentat unverletzt geblieben sein. Erste Meldungen hatten den Tod des Sicherheitschefs gemeldet. Sein Büro teilte mit, mehrere Leibwächter seien verletzt worden.

Anschlag nahe des Flughafens
Die Explosion in Bakuba ereignete sich zehn Meter vom Haupttor des Flughafens Al Faris entfernt, der früher der irakischen Luftwaffe als Stützpunkt diente. Mittlerweile wird die Anlage 50 Kilometer nördlich von Bagdad von der 1. US-Infanteriedivision genutzt. Ein irakischer Polizist erklärte, "ein Selbstmordattentäter hat sich mit seinem Mitsubishi in die Luft gesprengt". Zu dieser Zeit standen nur rund zehn Meter entfernt hunderte Iraker, die auf dem Stützpunkt arbeiten, vor dem Haupttor. (apa)

8.6.2004 07:23