Das Jahrhundertschauspiel der Venus: Alles über den Liebesplaneten
- Venus bedeckt nur 0.09 Prozent der Sonne
- Der hellste Planet ist seit vorgeschichtlicher Zeit bekannt
Um 7.20 Uhr hatte die Venus den Sonnenrand erreicht. Der Planet zog innerhalb von sechs Stunden im unteren Viertel der Sonnenscheibe von links nach rechts. Das Wetter versprach freie Sicht auf das Schauspiel. Die Venus schiebt sich nur alle 121,5 Jahre vor die Sonne. Das letzte Mal am 6. Dezember 1882, das nächste Mal am 6. Juni 2012 und dann erst wieder am 8. Dezember 2125.
Die Venus ist zwar fast so groß wie die Erde, auf Grund der großen Entfernung bedeckt sie nach Auskunft der Vereinigung der Sternfreunde jedoch nur 0,09 Prozent der Sonne. Diese Mini-Finsternis ist daher keinesfalls mit einer Sonnenfinsternis zu vergleichen, bei der der Mond zwischen Erde und Sonne steht. Der Planet Venus ist seit vorgeschichtlicher Zeit bekannt. Sie ist mit Ausnahme von Sonne und Mond das hellste Objekt am Himmel. Die Rotation der Venus ist ausgesprochen ungewöhnlich, weil sie zum einen sehr langsam ist (ein Venustag dauert 243 Erdentage, geringfügig länger als ein Venusjahr) und zum anderen gegenläufig rotiert.
Die Venus: Weitaus heller als alle anderen Planeten
Der nahezu erdgroßer Planet Venus, der zwischen Erde und Merkur um die Sonne kreist. reflektiert aufgrund seiner geschlossenen Wolkenhülle das Sonnenlicht so stark, dass sie uns weitaus heller als alle anderen Sterne und Planeten erscheint. Mit etwas Übung ist sie bei klarer Luft auch am Taghimmel sichtbar. Obwohl sie wegen ihres strahlenden Lichtes nach der Liebesgöttin benannt wurde, fanden Raumsonden etwas ganz anderes vor: Venus ist ein wahrer Höllenplanet mit einer Kohlendioxid-Atmosphäre, in der Schwefelsäure-Wolken treiben, einem Luftdruck, der 90 x so hoch wie auf der Erde ist, und Oberflächentemperaturen von etwa 465 Grad Celsius.
(red)
