Entwarnung in Klagenfurter Spital: Hoch ansteckendes Norwalk-Virus ging um
- Norwalk-Virus wird schon durch Hautkontakt übertragen
- Isolierzimmer eingerichtet und Vorkehrungen verordnet
Viren-Alarm gibt es in den vergangenen Tagen im Klagenfurter Elisabethinen-Krankenhaus, nachdem sich mehrere Patienten und Mitarbeiter mit dem hoch ansteckenden Norwalk-Virus infiziert hatte. Erstmals waren laut Spitalsleitung am 28. Mai Symptome der Salmonellen-ähnlichen Erkrankung - Durchfall, Übelkeit, Magenkrämpfe und Erbrechen - aufgetreten, seit dem Wochenende gab es keine Neuerkrankungen mehr.
Wie die "Kärntner Tageszeitung" meldete, sollen mindestens fünf Krankenhaus-Angestellte und zehn Patienten von der Krankheit betroffen gewesen sein, laut Krankenhausangaben seien es hingegen insgesamt lediglich acht Personen gewesen. Man habe alle nur denkbaren Maßnahmen getroffen, um die Krankheit einzudämmen. So seien eigene Isolierzimmer eingerichtet und spezielle hygienische Vorkehrungen verordnet worden. Zusätzlich seien besondere Schulungen betreffend Hygienemaßnahmen durchgeführt worden.
Auch die Spitalsküche wurde nach Einschaltung des Gesundheitsamtes der Stadt Klagenfurt inspiziert, allerdings wurde dort kein Anhaltspunkt für den Krankheitserreger gefunden. Es wird deshalb vermutet, dass der Virus von einem Patienten "eingeschleppt" wurde.
Der Norwalk-Virus wird schon allein durch Hautkontakt übertragen. Die Erkrankung dauert vier bis fünf Tage und kann vor allem für ältere und gebrechliche Menschen gefährlich werden. Im Elisabethinen-Krankenhaus ist es laut dessen Mitteilung allerdings zu keiner dramatischen Situation gekommen. Der Vorstand des Institutes für Virologie des AKH Wien, Hanns Hofmann, habe bestätigt, dass alle Maßnahmen "korrekt und effizient durchgeführt" worden seien. (apa)
