5.000 Euro-Auto Renault "Logan": Designt für die Bedürfnisse der Schwellenländer!
- Fertigung in Rumänien, Russland, China, Kolumbien,...
- Karosserie speziell auf schlechte Straßen abgestimmt

Mit dem "5.000-Euro-Auto" Logan will Renault in neue Dimensionen vorstoßen und die Wachstumsmärkte von China bis Kolumbien erobern. "Unser Absatzziel von 700.000 Fahrzeugen im Jahr kann nur mit einer Produktion erreicht werden, die vier von fünf Kontinenten abdeckt", sagte Konzernchef Louis Schweitzer am Mittwoch zur Vorstellung des Autos in Paris. Das Fahrzeug entspreche den EU-Normen, sei aber technisch einfach und robust und mit einem 500 Liter großen Kofferraum auf die Bedürfnisse der Schwellenländer zugeschnitten.
Der Weltabsatz von 700.000 Logan soll 2010 erreicht werden. Im vergangenen Jahr hat der Renault-Konzern 2,39 Mio. Autos verkauft; einschließlich der Beteiligung Nissan waren es 5,36 Mio. Fahrzeuge. Während andere Autohersteller den Ertrag im Luxussegment suchen, glaubt Renault, auch mit dem Billigauto gutes Geld verdienen zu können. Schweitzer plant eine Gewinnmarge von fünf Prozent wie in Westeuropa.
Produktion auch im Iran
Für 230 Mio. Euro baut Renault in Moskau ein Logan-Werk mit einer Anfangskapazität von 60,000 Autos im Jahr. Von 2006 an sollen in Medellin in Kolumbien 44.000 und in Iran sogar 300.000 Logan vom Band laufen. In Marokko entsteht ein Werk für 30 000 Fahrzeuge. Projekte gibt es auch für China und Indien.
In Rumänien "Logan" schon ab Herbst erhältlich
Die Produktion der Stufenhecklimousine für Mitteleuropa ist bereits in Rumänien bei der Renault-Tochter Dacia angelaufen. In Ländern mit geringer Renault-Präsenz wie Russland wird der Logan als Renault-Modell angeboten werden, in Mitteleuropa, der Türkei, Nordafrika und Vorderasien unter der Marke Dacia. In Rumänien gibt es den Logan ab September 2004 für 5.000 bis 8.000 Euro, in Russland will Renault das Auto im Hauptsegment von 8.000 bis 10.000 Euro vermarkten. Nach Westeuropa wird das Auto vorerst nicht eingeführt, doch mittelfristig schloss Schweitzer diesen Schritt nicht aus. (apa/red)
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