Freitag, 4. Juni 2004

FORMAT: Wo der Euro kein Teuro ist! So stark wird heuer Ihre Reisekasse belastet!

  • In Slowakei und Tschechien kann man noch prassen!
  • PLUS: Geld im Urlaub! Worauf Sie heuer achten sollten!

Wird der Urlaub teuer oder billig? Wie stark die Reisekasse belastet wird, hängt vom Preisniveau des Urlaubsdomizils ab. Lesen Sie, wie viel Ihr Euro im Ausland wert ist....

Sonne, Strand und Meer allein machen einen Urlaub noch nicht perfekt. Das Vergnügen ist erst dann ungetrübt, wenn der Trip die Geldbörse nicht übermäßig strapaziert. Daher lohnt es sich vor Reiseantritt, nicht nur Prospekte, sondern auch Kaufkrafttabellen der jeweiligen Destinationen zu studieren, denn ein Euro ist nicht überall das Gleiche wert. Die Schwankungen sind groß, und günstigstes und teuerstes Urlaubsziel trennt der Faktor drei.

Sparefrohs ist der Osten sehr zu empfehlen
Ein Urlaub ist derzeit in den neuen EU-Beitrittsländern am billigsten, wie eine Studie der Statistik Austria ergab. Am unbeschwertesten kann man in der Slowakei und Tschechien prassen, denn dort bekommt man für einen Euro mehr als doppelt so viel Waren wie in Österreich. Im Fernen Osten ist der Euro dagegen umso flüchtiger: Japan frisst mit etwa 50 Prozent höheren Preisen ein tiefes Loch in die Urlaubskasse.

Im Süden ist Türkei top
Wen es mehr in den Süden zieht, der steigt in der Türkei finanziell am besten aus. Ein Euro bringt am Bosporus Waren im Wert von 1,75 Euro. Griechenland und Spanien sind die günstigsten Euro-Destinationen: Einkäufe sind dort um ein Viertel billiger. Neben diesen Ländern mit traditionell niedrigem Preisniveau werden auch Urlaube in den USA wieder erschwinglicher. Der Kursverfall des Dollars macht den Sprung über den Atlantik im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent billiger, gemessen an 2002 ist der US-Trip jetzt sogar um ein Drittel günstiger zu haben.

Günstiger Urlaub in neuen Beitrittsländern
Ein Trend dürfte nach Ansicht der Wirtschaftsexperten anhalten: Wer in den Ferien ein Leben wie Krösus führen möchte, sollte sich vor allem bei Reisen in die neuen Beitrittsländer beeilen. Die Kluft zwischen dem Euro und den Lokalwährungen wird immer kleiner - und folglich auch der Preisvorteil.

Hohe Wechselspesen im Inland vermeiden
Damit ist das Sparpotenzial in puncto Währung aber nicht erschöpft. Auch beim Wechseln in fremde Devisen fallen Kosten an, die sich leicht vermeiden lassen. In den heimischen Banken kommt der Umtausch teuer. Im Schnitt heben die Banken 3,5 Euro Spesen ein. Teures Geldwechseln vor Reiseantritt kann man sich in Staaten mit weicher Währung meist sparen. Das zeigt eine aktuelle Studie des VKI, der die Spesen in den neuen EU-Ländern untersucht hat. Das Ergebnis: In der Slowakei, in Slowenien, Tschechien und Ungarn sind die Gebühren niedriger. Wer also verhindern möchte, dass das Geld im Urlaub in den Händen zerrinnt, sollte Spesen und Kaufkraft genau im Auge behalten.

(Aus FORMAT 23/2004)

4.6.2004 10:06