Mittwoch, 2. Juni 2004

NEWS zeigt die besten Projekte

  • Kampf den Drogen: Prominente wirken mit – von Helmut Zilk bis Nina Proll

Das Echo ist enorm: Nur wenige Tage nach dem Start der großen Anti-Drogen-Kampagne an den heimischen Schulen haben bereits mehr als 1.000 Leser den NEWS-Forderungskatalog unterschrieben.

Auch diese Woche können Sie mit Ihrer Unterschrift zu „sauberen“ Klassenzimmern beitragen.
Therapeuten, Psychologen, Schülervertreter und Pädagogen fordern via NEWS:

  • bessere Aufklärung der Schüler über die Drogengefahr,
  • Schulung von speziellen Beratungslehrern,
  • „No Drugs“-Vertrauensschüler für jede Schule,
  • Informationsabende für Eltern zur Früherkennung der Suchtproblematik beim eigenen Kind sowie
  • die Installierung einer Drogen-Kummernummer in jedem Bundesland und verstärkte Förderungen für externe Beratungsstellen.

    Jeder Vierte hat Drogenerfahrung.
    Der Hintergrund der größten Initiative gegen Rauschgift, die in den heimischen Klassenzimmern je stattgefunden hat: Bereits jeder vierte Schüler hat Erfahrung mit Drogen, die Suchtlaufbahn beginnt manchmal schon in der 2. Klasse Hauptschule oder Gymnasium.

    Das erste Unterschriftenpaket wird noch diese Woche Bildungsministerin Elisabeth Gehrer überreicht. Mit dem künftigen Bundespräsidenten Heinz Fischer stellt sich Elisabeth Gehrer übrigens an die Spitze der „No Drugs“-Kampagne.
    Auch in dieser Ausgabe unterstützen wieder zahlreiche Prominente die NEWS-Aktion – von Helmut Zilk, dem legendären Wiener Altbürgermeister und Unterrichtsminister, über TV-Moderatorin Arabella Kiesbauer und „Starmania“-Siegerin Verena Pötzl bis hin zu „Barbarella“-Star Nina Proll. Wiens Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl: „Ich begrüße die NEWS-Kampagne, weil hier die Suchtproblematik ohne erhobenen Zeigefinger aufgezeigt wird. Was wir brauchen, ist Aufklärung, Aufklärung und nochmals Aufklärung. Und genau das leistet diese Aktion.“

    Schulen machen mit.
    Was die Redaktion besonders freut: Dutzende Schulen aus ganz Österreich sind schon in der Woche nach dem Start aktiv, die Nachfrage nach den „No Drugs“-Stickern ist so groß, dass mehrere tausend Stück nachgedruckt werden mussten. Michael Kloiber, Chefredakteur der Schülerzeitung des BG/BRG Lichtenfelsgasse Graz, will jedem Exemplar NEWS-Aufkleber beilegen: „Weil ich und mein Team eure Aktion als eine sehr gute Idee empfunden haben.“
    Zudem mailten zahlreiche engagierte Schüler und Lehrer ihre Lösungsvorschläge und Präventionsideen an NEWS (no-drugs@news.at). Ein Auszug aus den innovativsten „No Drugs“-Projekten:

  • Clean im Ländle.
    Das Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Feldkirch hat in Zusammenarbeit mit der Suchtpräventionsstelle Dornbirn den Arbeitskreis „Check ob’s check’sch“ gegründet. In Workshops setzen sich die Schüler nicht nur mit rechtlichen Aspekten und der Gefahr von Drogen auseinander, sondern gehen auch der Frage nach, wie Mitschülern in einer Krise geholfen werden kann.
    Projektleiterin Rita Reisch: „Der Bezug zum wirklichen Leben ist uns besonders wichtig. Unsere Schüler haben die Möglichkeit, Prozesse gegen Dealer am Landesgericht Feldkirch zu verfolgen, eine Drogenberatungsstelle kennen zu lernen und in einer Therapiestation mit Patienten zu sprechen.“

  • Tiroler Vordenker.
    Im Oberstufenrealgymnasium Volders in Tirol haben sich acht Schüler der 6. und 7. Klassen zu kompetenten Ansprechpartnern in Suchtfragen ausbilden lassen. Sie sind mit Drogenberatungsstellen laufend in Kontakt. Hintergrund: Zu Gleichaltrigen ist das Vertrauen bekanntlich größer als zu Lehrkräften. Für Beratungen und Gespräche hat die Schule einen eigenen Raum geschaffen. Direktor Franz Leeb, als Vordenker in Sachen Prävention bekannt: „Es gibt in Tirol keine Schule mit Oberstufe, an der nicht auch Drogen ein gewisses Problem darstellen. Einige Schulen stellen sich aktiv dieser Problematik, andere wiederum schweigen sie tot.“

  • Kreative Wolkersdorfer.
    Die 4a-Klasse des BG/BRG Wolkersdorf in Niederösterreich hat sich ein fächerübergreifendes Anti-Drogen-Projekt ausgedacht, das durch besondere Kreativität hervorsticht. Nach Recherchen im Internet, in Bibliotheken und Zeitungsarchiven verarbeiten die Schüler das Thema Sucht künstlerisch, indem sie etwa einen eigenen Film drehen oder ein Plakat gestalten. Klassenvorstand Gabriele Fabikan: „Sie sollen die Erfahrung machen, dass man auch ohne Drogen cool sein kann. Spaß und Verzicht schließen einander nicht aus.“

    Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS

    2.6.2004 16:56