Arbeiterkammer-Studie belegt: Kunden fühlen sich heutzutage nicht als "König"!
- KonsumentInnen sind desillusionierter geworden
- Käufer enttäuschter als noch vor über 20 Jahren
Österreichs Konsumenten sind laut Arbeiterkammer (AK) enttäuschter als noch vor über 20 Jahren. Das jedenfalls zeige der dritte Teil einer seit 1982 laufenden AK-Befragung von 2.000 Personen: Viele von ihnen fühlten sich sehr oft übervorteilt. Und jeder zweite Befragte suche bereits Rat und Hilfe bei Konsumentenschutzeinrichtungen, resümierte AK-Konsumentenschützer Karl Kollmann am Sonntag in einer Aussendung. Die AK fordert nun, bereits in der Schule mit einer verpflichtenden Verbraucherbildung zu beginnen.
38 Prozent der befragten Kunden sagten laut Studie, dass sie sich keineswegs mehr königlich behandelt fühlen - früher war das der AK zufolge häufiger der Fall. Obwohl die Skepsis gegenüber der Werbung abgenommen habe, meinen heute mehr Menschen, sie hätten einen gewissen Druck, Dinge zu kaufen oder kaufen zu müssen, um nicht aus der Reihe zu tanzen: Drei Viertel der Befragten sehen sich einem größeren Druck ausgesetzt, 1982 waren es nur 53 Prozent gewesen. Und viele Menschen sehen den Einfluss der Werbung auf Kinder in zunehmendem Maß als bedrohlich an: Heute meinen 91 Prozent, dass dieser Einfluss hoch ist, 1982 waren es 81 Prozent gewesen.
Die Bedeutung der Konsumentenberatungseinrichtungen als Anlaufstelle für Probleme hat laut AK zugenommen: Jeder Zweite würde heute bei Problemen Rat und Hilfe bei einer Konsumentenberatungsstelle holen. 17 Prozent würden dagegen überhaupt nichts unternehmen, sondern ihren Ärger hinunterschlucken. Heute würden auch deutlich weniger Konsumenten den Klagsweg beschreiten - waren es 1982 noch 63 Prozent, so seien es jetzt nur mehr 53 Prozent. Als Grund wurde vor allem genannt, dass Gerichtsverfahren zu umständlich seien und die Unternehmen mehr Erfahrung und einen "längeren Atem" hätten.
Auch das Interesse an langlebigen Produkten hat der Untersuchung zufolge abgenommen: Meinten 1982 noch fast drei Viertel der Befragten, dass Gebrauchsgüter etwas mehr kosten könnten, wenn sie dafür auch länger hielten, so seien mittlerweile nur mehr 57 Prozent dieser Meinung. Auch bei den Autos wünsche sich nur mehr jeder zweite Befragte eine längere Lebensdauer, 1982 waren es noch 78 Prozent gewesen.
Wichtigster Anhaltspunkt für die Qualität eines Produkts ist übrigens die Erfahrung von Freunden und Bekannten. Aber auch der Rat des Händlers sowie der Preis als Qualitätsparameter haben deutlich zugelegt. Und das, obwohl Warentests belegen würden, dass der Preis überhaupt kein verlässlicher Anhaltspunkt für die Produktqualität ist, so die AK.
Das Geld sitzt bei den Konsumenten heute generell lockerer, sie planen ihre Ausgaben auch nicht mehr so streng (55 Prozent 1982, nun planen nur noch 29 Prozent). Ein Drittel würde laut Arbeiterkammer ein Produkt, das üblicherweise zehn Euro kostet, auch um elf Euro kaufen. (apa)
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.
Tirol10:21
Betrunken am SteuerProbeführerscheinbesitzerin mit 1,7 Promille Alkohol im Blut von Polizei angehalten
Grand Prix von Monaco08:07
Pool-Party bei Red BullWebber feiert seinen ersten Saison-Sieg. Vettel dementiert Vorvertrag mit Ferrari.

