Nach Bestechungs-Skandal: Baufirma Alpine feuert fünf Manager in Deutschland!
- Reaktion auf Ermittlung der Staatsanwaltschaft
- Alpine spricht von "Selbstreinigungsprozess"
Das Salzburger Bauunternehmen Alpine hat wegen des Korruptionsskandals um das neue Münchner Fußballstadion fünf Top-Manager der deutschen Tochtergesellschaft entlassen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Samstag- Ausgabe. Damit reagiere das Unternehmen auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, hieß es. In der Salzburger Firma Alpine war dazu vorerst keine Stellungnahme erhältlich.
Die Geschäftsleitung der deutschen Alpine-Gesellschaft steht unter Verdacht, Schmiergeld an Karl-Heinz Wildmoser Junior gezahlt zu haben, den Ex-Geschäftsführer der Stadion GmbH.
Vergangene Woche hatte die Staatsanwaltschaft in München bestätigt, dass es in der Schmiergeldaffäre um den Münchner Stadionbau einen Haftbefehl gegen den österreichischen Alpine- Geschäftsführer Dietmar Aluta-Oltyan gibt. Der Haftbefehl war erlassen, in der Folge aber gegen eine Bankbürgschaft "außer Vollzug" gesetzt worden, wie die Staatsanwaltschaft in München erklärte.
Mit den personellen Konsequenzen bei der Deutschland-Tochter habe der Salzburger Baukonzern Alpine im Schmiergeldskandal um das neue Münchner Fußballstadion die Flucht nach vorn angetreten, schreibt die "Süddeutsche Zeitung" weiter.
Der Geschäftsführer des deutschen Ablegers des Bauunternehmens wurde Ende Mai gekündigt, ebenso vier Prokuristen. Alpine spricht gegenüber der "SZ" von einem "Selbstreinigungsprozess". Hintergrund: Man wolle verhindern, künftig von öffentlichen Aufträgen ausgeschlossen zu werden.
Die Geschäftsführung von Alpine steht laut Staatsanwaltschaft weiter unter dem Verdacht, den früheren Mitgeschäftsführer der Stadion GmbH, Karl-Heinz Wildmoser junior, mit 2,8 Millionen Euro für Tipps bei der Auftragsvergabe bestochen zu haben. (apa)
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