ATX bei 1,862,08 Punkten: Kursverluste vom Vormittag ausgeweitet / Euro fester
- TopCall fester / BA-CA und Telekom Austria schwächer
Die Wiener Börse präsentierte sich heute, Dienstag, zu Mittag bei moderatem Volumen unter dem Niveau vom Vortages-Schluss. Im internationalen Vergleich liegt die Wiener Börse heute mit einem Minus von 0,94 Prozent im Mittelfeld der Bandbreite. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -1,34 Prozent, FTSE/London -0,23 Prozent und CAC-40/Paris -1,27 Prozent.
Der ATX errechnete sich um 12:00 Uhr MESZ mit 1.862,08 Punkten nach 1.879,78 Einheiten zum Freitag-Schluss. Das ist ein Minus von 17,7 Punkten bzw. 0,94 Prozent. Das bisherige Tageshoch verzeichnete der Leitindex zu Sitzungsbeginn bei 1.881,11 Punkten, das Tagestief lag kurz vor 12:00 Uhr bei 1.857,52 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 0,85 Prozent tiefer bei 961,63 Punkten. Im prime market zeigten sich zwölf Titel mit höheren Kursen, 15 mit tieferen und fünf unverändert. Bei drei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 627.385 (Vortag: 1.340.341) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 35,68 (52,65) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Bank mit 27.850 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 6,984 Mio. Euro entspricht.
Der Wiener Aktienmarkt weitete seine Kursverluste bis Mittag noch recht deutlich aus. "Vor allem die Abschläge bei der Telekom und der BA-CA drücken auf den ATX", kommentierte ein Händler. Das bisherige Geschäft verlief jedoch unspektakulär und erfolgte bei nur geringen Umsätzen.
Die Aktien der BA-CA fanden sich mit einem Minus von 2,81 Prozent auf 45,28 Euro (18.982 gehandelte Stück in Einfachzählung) unter den größeren Kursverlierern. Erste Bank verbilligten sich ebenfalls nachrichtenlos um 0,88 Prozent auf 125,39 Euro (27.850 Stück).
Mit der Telekom Austria (TA) gab ein weiteres Indexschwergewicht deutlich Terrain ab. Die Titel büßten 2,71 Prozent auf 11,13 Euro (283.305 Stück) ein. Mit dem heutigen Tag hat die ÖIAG wieder freie Hand für Verkäufe weiterer Anteile an der TA.
Hingegen konnten sich VA Technologie um 1,24 Prozent auf 44,22 Euro (32.729 Stück) verbessern. Die ÖIAG verzichtet auf eine Anfechtungsklage gegen die Beschlüsse der VA Tech Hauptversammlung, wurde bekannt.
Die Aktien von TopCall stiegen um 2,25 Prozent auf 3,64 Euro (18.816 Stück) ab. Brain Force will den Anbieter für Kommunikationslösungen zur Gänze übernehmen. Das Übernahmeangebot werde vorbehaltlich der Bewertung durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer aus heutiger Sicht rund 3,50 Euro je Aktie betragen, hieß es.
Andritz gaben bis dato um 1,00 Prozent auf 37,50 Euro (13.287 Stück) nach. Der Anlagenbauer hat die Sparte Filtrieren der deutschen Netzsch-Gruppe erworben, teilte das Unternehmen mit. Kaufpreis wurde keiner genannt.
An der ÖTOB wurden bis 12:00 Uhr auf den ATX zwei Juni-Futures mit einem Kurs von zuletzt 1.853,60 zu 1.862,00 gehandelt. Auf den September-Future wurden bisher keine Kontrakte gehandelt, die Quotierung lag zuletzt bei 1.859,60 zu 1.867,50.
Euro etwas fester
Der Euro-Geldmarkt zeigte sich im Mittagshandel am Dienstag mit etwas festeren Sätzen. An der Liquiditätssituation habe sich im Vergleich zum Frühhandel kaum etwas verändert, hieß es im Handel. Das Geschäft sei weiterhin "sehr ruhig" verlaufen. Marktteilnehmer würden nun auf die Konjunkturzahlen aus den USA warten. In der vergangenen Woche hatten schwächer als erwartet ausgefallen US-Daten für sinkende Sätze am langen Ende gesorgt.
In dem heutigen Tender hat die Europäische Zentralbank (EZB) im Rahmen des Hauptrefinanzierungsgeschäfts 236 Mrd. Euro zugeteilt. Die EZB gab weiters bekannt, dass der gewogene Durchschnittssatz bei 2,01 Prozent gelegen habe. Der Mindestbietungssatz habe zwei Prozent betragen. (apa)
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