Daheim geblieben! England verweigert 2.000 Hooligans die Ausreise zur EURO
- Innenministerium: "Wir werden es nicht zulassen, dass eine Minderheit von Randalierern das Turnier ruiniert"
Die britische Regierung will eine friedliche Fußball-Europameisterschaft garantieren und hat deshalb mehr als 2.000 gewaltbereiten Fans die "Rote Karte" gezeigt. Eine Woche vor dem EM- Start wurden 2.188 Hooligans von der EURO in Portugal ausgeschlossen.
Caroline Flint vom Innenministerium wies alle anderen Fans, die in jüngster Zeit der Polizei als Sicherheitsrisiko aufgefallen sind, darauf hin, dass gegen sie ebenfalls eine Ausreiseverbot verhängt werden kann. Bei der EM vor vier Jahren in Belgien und den Niederlanden waren nur 100 gewaltbereite Fans vom Turnier ausgeschlossen worden.
"Jeder will ein einzigartiges Fußballfest. Wir werden es nicht zulassen, dass eine Minderheit von Randalierern das Turnier ruiniert", schrieb Flint auf der Internetseite des Innenministeriums in London. Seit zwei Jahren hat sich das Home Office in Zusammenarbeit mit den portugiesischen Behörden, dem englischen Fußball-Verband und Sicherheitsexperten auf die EURO 2004 vorbereitet. Für sämtliche Maßnahmen von Polizei und Sicherheitskräften stellte das Ministerium umgerechnet 7,5 Millionen Euro zur Verfügung.
Im Vorfeld des Turniers werde die Polizei scharfe Kontrollen vornehmen, um jeden potenziellen Unruhestifter zu identifizieren, sagte Flint, "und die Portugiesen haben klar gemacht, dass sie jedem Schlachtenbummler, der als Risiko für die Öffentlichkeit bekannt ist, die Einreise verweigern wird". Die portugiesischen Behörden wollen teilweise die bereits abgeschafften Grenzkontrollen wieder einführen, Pass- und Autokontrollen vornehmen und die Sicherheitsmaßnahmen an zentralen Transportstellen verschärfen.
Rund 60.000 Fans der englischen Mannschaft werden in Portugal erwartet. Zehntausende von ihnen wollen ihr Quartier an der Algarve aufschlagen und mit Bussen, Bahn und PKW's zu den Spielen der Engländer anreisen. Das Innenministerium und die Sicherheitskräfte haben den Fans dringend geraten, die bereitgestellten Sonderzüge zu benutzen. In den Zügen, die bis zu 1.000 Fans Platz bieten, wird kein Alkohol verkauft.
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