Freitag, 4. Juni 2004

Del Neri wird neuer Trainer von CL-Sieger Porto: Dreijahresvertrag für den Italiener

  • War bisher bei italienischem Erstligisten Verona tätig
  • Reals Ex-Trainer Queiroz kehrt zu Manchester zurück

Der Italiener Luigi del Neri wird neuer Trainer des Champions-League-Siegers FC Porto. Der portugiesische Fußballmeister einigte sich mit dem bisherigen Coach des italienischen Erstligisten Chievo Verona auf einen Dreijahresvertrag. Der 53-Jährige tritt in Porto die Nachfolge von Jose Mourinho an, der zu Chelsea nach England gewechselt ist.

Wegen einer Operation an der Achillessehne konnte Del Neri bisher nicht nach Portugal reisen. Er bat seinen neuen Klub, ihm Videos von Spielen des FC Porto zu schicken. Ob diese dem Coach helfen werden, scheint jedoch fraglich. Viele Spieler des Erfolgsteams, das in Gelsenkirchen das Champions-League-Finale gegen AS Monaco 3:0 gewonnen hat, stehen vor einem Wechsel zu anderen Vereinen. Spielmacher Deco etwa ist sowohl bei Chelsea als auch bei Bayern München heiß begehrt.

Reals entlassener Trainer Carlos Queiroz kehrt zu Manchester zurück
Ab 1. Juli übernimmt er den Assistenz-Job von Chefcoach Alex Ferguson. Der 51-jährige Portugiese hatte diesen Posten vor einem Jahr verlassen, um Trainer beim spanischen Rekordmeister Real Madrid zu werden. Nach der enttäuschenden Saison ohne Titelgewinn musste er seinen Platz räumen

Schewtschenko bleibt beim AC Milan
Roman Abramowitsch, Mäzen des englischen Vizemeisters Chelsea, ist mit einem 50 Millionen Euro-Angebot für Andrej Schewtschenko jedoch beim AC Milan abgeblitzt. Wie die "La Gazzetta dello Sport" am Freitag nach dem Besuch des russischen Milliardärs in Mailand berichtete, habe Abramowitsch 50 Millionen Euro plus den argentinischen Stürmer Hernan Crespo geboten. Der italienische Meister habe einen Verkauf des ukrainischen Stürmerstars jedoch trotz der lukrativen Offerte abgelehnt.

Der 28-jährige Schewtschenko war in der abgelaufenen Saison mit 24 Treffern Torschützenkönig der Serie A. Abramowitsch hat Milan nicht zum ersten Mal mit einem Mega-Offert in Versuchung geführt. In der Vorsaison hatte er bereits für Milans Abwehrstar Alessandro Nesta 50 Millionen Euro geboten. Auch damals hatte der reiche Klub des italienischen Ministerpräsidenten und Medien-Unternehmers Silvio Berlusconi abgelehnt.(apa)

4.6.2004 13:07