Totales Chaos vor Olympia-Start in Athen:
Minister fordert Verschiebung der Spiele!
- Probleme beim Sportstättenbau und Kartenverkauf
- Kosten um 1,4 Mrd. Euro über ursprünglichem Budget
Totales Chaos herrscht vor dem Olympia-Start in Athen: Nur 71 Tage vor der Eröffnungsfeier hat sich der griechische Umweltminister Giorgos Souflias nach einem Bericht der Athener Wochenzeitung "Pontiki" für eine Verschiebung der 28. Olympischen Spiele ausgesprochen. In einem Brief an Ministerpräsident Kostas Karamanlis soll er als Probleme in Athen die Verspätungen beim Sportstättenbau und bei Infrastrukturmaßnahmen, den schleppenden Kartenverkauf sowie die hohen Kosten für die Vollendung der verschiedenen Bauprojekte genannt haben.
Souflias sorgt damit zum zweiten Mal mit seiner Skepsis an einer erfolgreichen Ausrichtung der Sommerspiele vom 13. bis 29. August in der griechischen Hauptstadt für Aufsehen. Bereits am vergangenen Freitag hatte der hauptverantwortliche Minister für die Fertigstellung der meisten Sportstätten und Infrastrukturprojekte erklärt, er sei schon 1997 einer derjenigen gewesen sei, die eine Übernahme der Spiele durch Athen nicht befürwortet hätten.
In seinem Brief weist Souflias dem Zeitungsbericht zufolge auch darauf hin, dass rund zweieinhalb Monate vor Beginn 65 Prozent der Eintrittskarten noch nicht verkauft seien. Darüber hinaus mache er sich Sorgen über die wirtschaftliche Zukunft des Landes nach den Olympischen Spielen. Vor allem werde die Arbeitslosigkeit nach dem Ende der olympischen Bauarbeiten steigen. Über seinen Vorschlag, die Sommerspiele "aufzuschieben", wolle er sich nun in einem Vier-Augen-Gespräch mit dem Ministerpräsidenten unterhalten.
In einer ersten Reaktion erklärte das Organisationskomitee (ATHOC), der Haushalt der Olympischen Spiele sei ausgeglichen. "Ausgaben und Einnahmen führen zu keinem Defizit", sagte ein ATHOC-Sprecher der dpa.
Wie griechische Medien berichteten, werden die Olympischen Sommerspiele erheblich teurer als zunächst kalkuliert. Der Haushalt umfasst mittlerweile mehr als sechs Milliarden Euro. Gegenüber dem ursprünglichen Haushalt von 4,6 Milliarden seien die Kosten der Sommerspiele damit um rund 1,4 Milliarden Euro gestiegen. Um die Lücke zu decken, hat Griechenland den Berichten zufolge in diesem Jahr einen neuen Kredit aufgenommen. (apa/red)
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.
Tirol10:21
Betrunken am SteuerProbeführerscheinbesitzerin mit 1,7 Promille Alkohol im Blut von Polizei angehalten
Grand Prix von Monaco08:07
Pool-Party bei Red BullWebber feiert seinen ersten Saison-Sieg. Vettel dementiert Vorvertrag mit Ferrari.
