Leichtathletik: US-Sprintstar Greene lief mit 9,78 Sekunden 100 m in Weltrekordzeit!
- Rückenwind verhindert aber Eintrag in die Bestenliste
- Greene selbstbewusst: "Bin noch schneller ohne Wind"
US-Olympiasieger Maurice Greene kommt immer schneller auf Touren. Der dreifache Weltmeister gewann am Montag beim Leichtathletik-Meeting in Palo Alto (Kalifornien) das 100 m-Rennen in 9,78 Sekunden vor seinen Landsmännern Justin Gatlin (9,91) und John Capel (10,07). Die Zeiten finden allerdings wegen unzulässigen Rückenwindes von 3,7 Metern pro Sekunde keinen Eingang in die Bestenliste. Schneller unter irregulären Bedingungen war bisher nur Obadele Thompson (Barbados), der am 13. April 1996 in El Paso (Texas) 9,69 Sekunden (+5,7 m/s) rannte.
"Ich bin noch schneller ohne Wind", tönte Greene nach seinem fulminanten Sprint. "Ich wollte sehr aggressiv starten, was mir exzellent gelungen ist. Ich bin in einer super Verfassung wie seit Jahren nicht mehr. Wenn ich hundertprozentig gesund bin, ist der Himmel das Limit", sagte der in 10,02 Sekunden Weltjahresschnellste unter regulären Bedingungen.
Bereits vor neun Tagen war Greene in Los Angeles 9,86 Sekunden gesprintet. Auch bei dieser Siegerzeit blies der Wind (4,6 m/s) zu stark. Greene war im September 2002 von seinem Landsmann Tim Montgomery (9,78 Sekunden) als Weltrekordhalter entthront worden. (apa/red)
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