Bayern-Stars flüchten aus München: Kahn zieht es nach England, Ballack zu Barca
- Olli Kahn trifft nach EM Entscheidung über Wechsel
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Droht Bayern München der Ausverkauf? Nach Oliver Kahns Ankündigung Deutschland in Richtung Manchester verlassen zu wollen und dem 10-Millionen-Angebot von Barcelona für Michael Ballack, bekundeten auch Owen Hargreaves und Willy Sagnol ihren Wunsch nach einem Vereinswechsel.
Das Transfer-Gerangel um Oliver Kahn und Co wird Fußball-Vize-Weltmeister Deutschland bis nach Portugal zur Euro verfolgen. Und es macht die Hoffnungen des Teamchefs Rudi Völler zunichte, dass die Leistungsträger während der EM-Endrunde frei von beruflichen Wechselgedanken spielen können. "Die Entscheidung über meine Zukunft fällt nach der EM", wird Kahn in der "Bild"-Zeitung zitiert.
Kahn sucht einen Neuanfang
Der Torhüter und Kapitän des FC Bayern hat mit seiner plötzlichen geäußerten Sehnsucht, ab der neuen Saison für einen anderen Verein spielen zu wollen, für helle Aufregung gesorgt. Im "Fall Kahn" liegt besondere Brisanz. Der 34-Jährige sucht nach einem Jahr mit sportlichen Rückschlägen und privaten Turbulenzen den Neuanfang. "Auch wenn er das nicht zugibt, ist es für ihn auch eine private Entscheidung", meint Sepp Maier, täglicher Trainingspartner und Vertrauensperson Kahns.
Kahn knüpft auch den möglichen Neubeginn an eine sportliche Herausforderung bei einem Top-Verein, am liebsten in der englischen Premier League. Kontakte gab es in der Vergangenheit zu Manchester United. "Es ist ihm ernst, todernst sogar. Er will den Wechsel", sagte Maier. Das Engagement von Felix Magath als Hitzfeld-Nachfolger sei für seine Entscheidung unbedeutend gewesen, betont Kahn.
Verjagt Magath die Bayern-Stars?
Obwohl der deutsche Teamtorhüter versichert seine Ambitionen hätten nichts mit dem Trainerwechsel zu tun, vermehren sich die Spekulationen, die Bayern-Stars fürchten die harte Gangart von Magath. Der neue Trainer des Elite-Klubs hat klare Vorstellungen von seiner Arbeit: Am Thema körperlicher Fitness, Disziplin und Ordnung komme keiner vorbei.
Wie sein Vorgänger plant auch Magath Regelverstöße strikt zu bestrafen. "Es muss ein Strafenkatalog her, der die Disziplin untermauert", erklärte das "Rauhbein". Der zukünftige Bayern-Coach wird Ende Juni beim Trainingsbeginn seinen Job in München antreten und sämtliche Entscheidungen selbst treffen. So wird auch nicht die Mannschaft darüber entscheiden, wer Kapitän wird. "Gewählt wird bei mir nicht", lautet sein schnörkelloses Kommentar. (apa/red)
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