Sonntag, 6. Juni 2004

EU-Wahlkampf geht weiter: Haupt stellt Österreich-Treue der SPÖ in Frage!

  • FP-Obmann spricht von einer "unerträglichen Belastung für das Miteinander in Österreich"

FPÖ-Obmann Herbert Haupt hat am Sonntag die Österreich-Treue der SPÖ in Frage gestellt. "Die ständigen Angriffe der SPÖ auf unsere Heimat Österreich" seien "eine unerträgliche Belastung für das Miteinander in Österreich", sagte Haupt in einer Aussendung.

Die SPÖ müsse sich nach den "Österreich-Beschmutzungen" durch Viktor Klima, Hannes Swoboda und nun auch durch Josef Broukal die Frage stellen, "inwieweit sie überhaupt noch die Interessen unseres Landes vertreten kann und will".

"Um weiteren Schaden von Österreich ehestbaldig abzuwenden, erwarte ich mir eine sofortige Erklärung Alfred Gusenbauers zur Haltung der SPÖ gegenüber Österreich, den sofortigen Rücktritt Josef Broukals als sichtbare Handlung, dass die SPÖ die demokratischen Institutionen dieses Landes überhaupt noch achtet und die sofortige Einsetzung eines Untersuchungs-Ausschusses zur Klärung der Rolle der ehemaligen SPÖ-Regierung Klimas, ihres schon seinerzeitigen Handlangers Swoboda bis hin zur aktuellen Österreich-feindlichen Handlung der zweitstärksten Parlamentsfraktion SPÖ in Form von Josef Broukal", formulierte Haupt seine Forderungen in der Aussendung.

Gleichzeitig forderte Haupt auch Stellungenahmen des designierten Bundespräsidenten Heinz Fischer und von Barbara Prammer, die am 17. Juni zur Zweiten Nationalratspräsidentin gewählt werden soll. Haupt findet es "besonders empörend", dass Prammer zu "dieser bisher einmaligen und schändlichen Entgleisung Broukals" ("Es ist Ihnen unbenommen, den Nationalsozialisten nachzutrauern") bis dato keine Stellungnahme abgegeben habe.

Auch von Fischer erwartet Haupt eine "unmissverständliche Erklärung". Es sei "ein unglaubliches Signal", dass der Wahlkampfberater Fischers Abgeordnete des Nationalrates und die zwei Regierungsparteien in die Nähe des Nationalsozialismus gerückt habe. (apa)

6.6.2004 11:44