Nachfolger für Prodi gesucht: Stoiber lehnte angebotene Nachfolge ab!
- Laut Medien stammte die Idee von Chirac und Schröder
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Der bayrische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) hat nach einem Bericht des Münchner Nachrichtenmagazins "Focus" das Amt des EU-Kommissionspräsidenten abgelehnt, das ihm Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac und der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) angeblich angeboten haben. Laut "FOCUS" entstand die Idee unter größter Geheimhaltung Ende vergangenen Jahres in Paris und Berlin.
In vertraulichen Gesprächen sei Stoiber ermuntert worden, die Nachfolge des Ende Oktober ausscheidenden Romano Prodi anzutreten. Der CSU-Vorsitzende habe sich die Offerte einige Wochen durch den Kopf gehen lassen, habe jedoch im Februar definitiv abgelehnt. "Die Sache hat sich erledigt", zitiert "Focus" einen "Berliner Insider". Einer der Gründe sei gewesen, dass Stoiber den Vorsitz der CSU nicht habe aufgeben wollen.
Die Staats- und Regierungschef der Europäischen Union wollen auf ihrem Gipfel am 17. und 18. Juni eine Entscheidung über den neuen Kommissionspräsidenten treffen. Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker, Guy Verhofstadt (Belgien) und Wolfgang Schüssel (Österreich) gelten als Favoriten. (apa)
