Bush zu Besuch in Paris: Annäherung mit Chirac in Frage der Irak-Resolution
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Die USA und Frankreich sind sich in der heiklen Frage der UNO-Resolution zur Zukunft des Irak näher gekommen. Nach einem Treffen mit US-Präsident Bush sagte der französische Präsident Chirac in Paris, "die Frage der Sicherheitsregelungen zwischen der irakischen Regierung und der multinationalen Streitmacht" sei weiter offen.
Washington und Paris seien aber "auf der gleichen Linie". Er erwarte eine Einigung in den kommenden Tagen, sagte Chirac auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bush in Paris. "Wir werden diesen Text sehr schnell abschließen können." Die Resolution soll den Übergang der Souveränität von den Besatzungstruppen auf eine irakische Regierung regeln.
Chirac bestand erneut auf die volle Souveränität Bagdads auch in Sicherheitsfragen. Das irakische Volk dürfe "kein negatives Signal" erhalten, dass seine Souveränität in Frage stelle, sagte er.
Bush war zum 60. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944 in Frankreich. In Paris erinnerte er an die "ewigen Lehren" aus diesem "D-Day". Man müsse Opfer bringen für die Verteidigung seiner Werte. Auf die Erklärung Chiracs, auch der Nahost-Konflikt müsse geregelt werden, sagte Bush, die USA wollten, dass Israel und Palästina als zwei Staaten in Frieden Seite an Seite leben könnten.
Zu den Misshandlungen irakischer Gefangener durch US-Soldaten sagte Bush, diese hätten ihn "beschämt, ebenso wie die meisten Amerikaner". Die Vorfälle seien "ein Schandfleck auf unserer Ehre".
Seine Ankunft in Paris wurde von heftigen Protesten begleitet. Nach Polizeiangaben demonstrierten am Abend rund 12.000 Menschen in der Hauptstadt gegen den Irak-Krieg und die Nahost-Politik Bushs. Auf zahlreichen Plakaten war zu lesen "Bush: Terrorist Nummer 1".
(apa)
