Schwere Unruhen in Kongo: Durch Kämpfe mehr als 60 Tote und 100 Verletzte!
- Wütende Menge attackierte UN-Mission
- USA: Staatsbürger sollten zu Hause bleiben
In Kishasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, sind bei schweren Unruhen mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Tausende Menschen hatten die UN-Mission angegriffen, die UN-Soldaten eröffneten das Feuer auf die Deonstranten.
Einen Tag nach der Einnahme der ostkongolesischen Stadt Bukavu durch Rebellen ist es in der Hauptstadt Kinshasa zu schweren Unruhen gekommen. Eine aufgebrachte Menge versuchte, eine UNO-Nachschubbasis am Stadtrand zu stürmen. UNO-Soldaten hätten drei Angreifer in Notwehr erschossen, sagte ein Sprecher. Zuvor hatten die Rebellen im Osten Kongos ihren Rückzug aus Bukavu angekündigt.
Bei den Kämpfen in der Unruhestadt Bukavu im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind nach jüngsten Angaben mehr als 60 Menschen getötet und 100 weitere verletzt worden. Seit Beginn der Gefechte zwischen abtrünnigen Soldaten und regulären Armeetruppen vergangene Woche habe es bereits 43 Tote und 107 Verletzte gegeben, sagte der Sprecher der UN-Mission MONUC, Sebastien Lapierre.
Hierzu zählten auch Opfer in der umkämpften Ortschaft Miti rund 20 Kilometer nördlich von Bukavu. Laut dem UN-Radiosender Okapi wurden zudem mindestens 18 Menschen am Sonntag bei Gefechten am Flughafen von Bukavu getötet.
Angesichts der Gewalt in Bukavu und der Hauptstadt Kinshasa forderte die US-Regierung ihre Staatsbürger auf, zu Hause zu bleiben. Die Lage in Kinshasa sei unübersichtlich, erklärte das US-Außenamt über die amerikanische Botschaft.
Alle offiziellen Reisen innerhalb Kongos würden ausgesetzt. Am Donnerstag Abend beruhigte sich die Lage in Kinshasa wieder, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Nach Angaben des UN-Kommandeurs in der Region, Ian Isberg, begannen die Rebellen am Donnerstag mit dem Rückzug aus Bukavu.
(apa)
