Ärztestreik in Italien: Zehntausende Operationen müssen verschoben werden
- 60 bis 80 Prozent der Mediziner beteiligt
- Nur die Versorgung von Notfällen ist gesichert
Italien - Land der Streiks. Jetzt sind einmal die Ärzte dran. Weil Krankenhaus-Ärzte ihr Skalpel ruhen lassen, müssen zehntausende Operationen verschoben werden. Nur die Behandlung von Notfällen ist gesichert. An der Arbeitsniederlegung beteiligten sich laut Medienberichten zwischen 60 und 80 Prozent der Mediziner. Grund des Streiks ist der Protest gegen die geplanten Reformen des italienischen Gesundheitswesens. Zudem fordern die Mediziner mehr finanzielle Mittel für die Krankenhäuser.
Am Freitag wollen die niedergelassenen Ärzte mit einem Streik ihren Unmut zum Ausdruck bringen. Gesundheitsminister Girolamo Sirchia kritisierte die Arbeitsniederlegungen als unnötig und erklärte sich bereit, sich mit den Forderungen der Ärzte befassen zu wollen. (apa/red)
