Fünf Helfer in Afghanistan ermordet: "Ärzte ohne Grenzen" stellen Arbeit ein!
- Ausgenommen seien nur "lebensrettende Aktivitäten"
- PLUS: Fünf Österreicher werden ausgeflogen
·Nach Anschlag auf Ärzte ohne Grenzen!
Österreicher werden aus Afghanistan ausgeflogen
·Humanitäre Hilfe:
Ärzte ohne Grenzen
Die Nothilfeorganisation ist in über 80 Ländern tätig
Nach dem schwersten Angriff auf eine Hilfsorganisation seit dem Sturz der Taliban in Afghanistan, bei dem am Mittwoch fünf Entwicklungshelfer getötet worden sind, zieht die Organisation "Ärzte ohne Grenzen" Konsequenzen: Sie stellen ihre humanitäre Hilfe in Afghanistan ein. Die Ende 2001 gestürzten Taliban bekannten sich zu dem Anschlag auf die Mitarbeiter von "Ärzte ohne Grenzen". Bei den Opfern handelt es sich um eine Belgierin, einen Niederländer, einen Norweger und zwei Afghanen.
Nach dem Mord an fünf ihrer Mitarbeiter stellt die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" ihre Arbeit in ganz Afghanistan auf unbestimmte Zeit ein. Ausgenommen seien "lebensrettende Aktivitäten", teilte die Organisation mit. Am Mittwoch waren in der nordwestafghanischen Provinz Badghis eine Belgierin, ein Niederländer, ein Norweger und zwei Afghanen getötet worden. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu der Tat. Es war der schwerste Anschlag auf eine ausländische Hilfsorganisation in Afghanistan seit dem Sturz der Taliban Ende 2001.
In Afghanistan sind zur Zeit fünf Österreicher als Mitarbeiter der Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" (Medecins sans frontieres/MSF) tätig. Sie seien alle wohlauf, versicherte MSF-Pressesprecherin Gabriele Faber-Wiener gegenüber der APA.
"Ärzte ohne Grenzen" war 1999 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Die Hilfsorganisation war 1971 unter ihrem französischen Namen "Medecins Sans Frontieres" (MSF) in Paris gegründet worden. Sie leistet heute in mehr als 80 Ländern medizinische Nothilfe. In Afghanistan sind auch fünf österreichische MSF-Mitarbeiter tätig. Sie sind nach Angaben der Pressesprecherin von MSF-Österreich wohlauf.
(apa/red)
