Causa Broukal: Gehrer bekräftigt ÖVP-Forderung nach Rücktritt!
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Die SPÖ steht hinter ihrem Wissenschaftssprecher Josef Broukal und weist die Rücktrittsaufforderungen zurück. Seine Aussage "Es ist Ihnen unbenommen, den Nationalsozialisten nachzutrauern" sei "eine verbale Fehlleistung" gewesen, sagte Bundesgeschäftsführerin Doris Bures am Sonntag. Zuvor hatten FPÖ-Obmann Herbert Haupt und die stellvertretende ÖVP-Obfrau Elisabeth Gehrer erneut den Rücktritt Broukals gefordert.
Broukal habe sich für seinen Aussage sofort und eindeutig entschuldigt, sagte Bures: "Damit ist die Sache erledigt. Kein Mensch ist fehlerfrei". Auch auf Broukals geplante Wahl zum stellvertretenden Klubobmann habe das "überhaupt keinen Einfluss", betonte die Bundesgeschäftsführerin. Parteichef Alfred Gusenbauer habe noch im Zuge der Parlamentssitzung am Freitag mit Broukal gesprochen. Dieser habe seinen Fehler eingestanden, damit sei die Sache "vom Tisch". Die Reaktion der Regierungsparteien hält Bures für "absolut überzogen".
Die stellvertretende ÖVP-Obfrau Gehrer bekräftigte die Rücktrittsaufforderung ihrer Partei an Broukal. Die Entschuldigung Broukals im Parlament reicht Gehrer nicht aus. Diese sei nur "unter dem Druck der Präsidiale" zustande gekommen. Es sei auch "kein Unrechtsbewusstsein" Broukals erkennbar gewesen, er habe diese Äußerung nicht zurück genommen.
FPÖ-Obmann Haupt stellte die Österreich-Treue der SPÖ in Frage. Die SPÖ müsse sich nach den "Österreich-Beschmutzungen" durch Viktor Klima, Hannes Swoboda und durch Broukal die Frage stellen, inwieweit sie noch die Interessen Österreichs vertreten könne. Haupt forderte eine Erklärung Alfred Gusenbauers, den Rücktritt Broukals und die sofortige Einsetzung eines Untersuchungs-Ausschusses "zur Klärung der Rolle der ehemaligen SPÖ-Regierung Klimas, ihres schon seinerzeitigen Handlangers Swoboda bis hin zur aktuellen Österreich-feindlichen Handlung der zweitstärksten Parlamentsfraktion SPÖ in Form von Josef Broukal", so Haupt.
(apa)
