Wo bleibt heuer der Sommer? Auftakt der Badesaison ins Wasser gefallen!
- Wiener Freibäder: Im Mai 70% weniger Badegäste
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Alles andere als Grund zur Freude haben die Freibäder in der bisherigen Saison. Die Gäste sind wegen des Regenwetters bisher ausgeblieben, die Anlagen notierten Besucherrückgänge um bis zu rund 90 Prozent. "Großes Jammern ist angesagt", meinte etwa eine steirische Tourismussprecherin - die heimischen Badewaschln sitzen bei Regen quasi auf dem "Trockenen".
70 Prozent weniger Badegäste mussten die 17 Wiener Freibäder im Mai verkraften. Tummelten sich im Vorjahreszeitraum noch 445.457 Personen in und um die Becken, suchten heuer lediglich 133.566 Personen eine nasse Abkühlung. Damit nimmt Mai 2004 in der Statistik seit 1945 lediglich Rang 34 ein.
Das nasskalte Wetter hielt auch im Burgenland die Gäste bisher weitgehend vom Badespaß unter freiem Himmel ab: Im Strandbad Podersdorf, das an heißen Tagen 12.000 bis 15.000 Besucher stürmen, wagten sich bisher nur Abgehärtete ins Wasser.
Alles andere als einen Besucheransturm verzeichneten im Mai auch die oberösterreichischen Freibäder: Das Aufsperren habe sich eigentlich nicht wirklich rentiert, so der Tenor der Betreiber. Die drei öffentlichen Freibäder von Salzburg-Stadt verzeichneten im Mai gar einen Rückgang um fast des Zehnfache im Vergleich zum Vorjahr (von 82.735 Besuchern auf 9.538).
Kaum Besucher haben sich auch in das Klagenfurter Strandbad verirrt. Europas größtes Binnenseebad ist praktisch ausgestorben. Im Mai gab es insgesamt 26.000 Besucher, das ist knapp die Hälfte der Zahl des vergangenen Jahres.
Weiterhin pessimistisch blicken die Experten auf den Juni. Auf Grund der schlechten Witterung dürften sich die Verluste gegenüber dem Vorjahr noch ausweiten. In den ersten beiden Juniwochen 2003 herrschte nämlich strahlender Sonnenschein und Temperaturen jenseits der 30 Grad Celsius. (apa)
