Unzufriedenheit in Tirol wächst: Van Staa kritisiert EU-Transit-Entscheidungen!
- Fischler ist einer der "besten EU-Kommissare seit Bestehen der Europäischen Union"
Die Kritik an verschiedenen Entscheidungen, die in Brüssel getroffen werden, sei "teilweise völlig berechtigt", erklärte Landeshauptmann Van Staa am Samstag anlässlich seiner turnusmäßigen Rede im ORF-Radio Tirol. "Vor allem passen mir manche Entscheidungen die den Transitverkehr betreffen überhaupt nicht", sagte Van Staa.
"Wir brauchen die besten Parlamentarier, um andere von den Problemen unseres Transitverkehrs überzeugen zu können", sagte Van Staa. Tirol müsse auch versuchen im Inland und in Europa, Verbündete zu suchen. Vor Kurzem habe sich der Kongress der Gemeinden und Regionen des Europarates zum ersten Mal mit dem alpenquerenden Transitverkehr als eine erstrangige europäische Frage beschäftigt.
Hier seien die Tiroler Positionen voll inhaltlich berücksichtigt und von den Regional- und Gemeindevertretern bestätigt worden. Dieses erstmals international den Transit berührende Papier, könne nunmehr als europäisches Dokument allen Institutionen vorgelegt werden, sagte der Tiroler Landeshauptmann.
Den scheidenden Tiroler EU-Kommissar Fischler bezeichnete Van Staa als einen der "besten EU-Kommissare seit Bestehen der Europäischen Union". Fischler habe "den wesentlichsten Beitrag der letzten Jahre zur Erhaltung der Berglandwirtschaft, die für unser Land unverzichtbar ist" geleistet. Mit seiner Kritik am EU-Wahlkampf habe Fischler völlig recht, nämlich dass "wir uns auf Nebenschauplätzen der Wahlauseinandersetzung bewegen, statt die zentralen und wichtigen Fragen der Republik Österreich und auch der Bundesländer im europäischen Konzert zur Sprache zu bringen". (apa)
