Freitag, 4. Juni 2004

Konsequenzen in Causa Lainz: Häupl kündigt personelle Änderungen an!

  • Führung des KAV und des Geriatriezentrums wird im Juli ausgeschrieben

In der Causa Lainz setzt es Konsequenzen: Nach den Vorfällen der vergangenen Monate stehen personelle Änderungen bevor. Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) läßt die Leitung des Geriatriezentrums am Wienerwald (GZW) sowie jene des Krankenanstaltenverbundes (KAV) im Juli ausschreiben. Außerdem wurden am Freitag neue Richtlinien für die Suche nach Abgängigen im GZW vereinbart.

Im KAV werden vier Teilunternehmungs-Chefposten ausgeschrieben. Derzeit gibt es davon nur drei. Zu den Bereichen Krankenanstalten, AKH Wien und Serviceeinrichtungen wird die neu gegründete Teilunternehmung "Geriatriezentren" kommen. Alles neu macht der Juni auch in Lainz: Dort kommt ebenfalls eine veränderte Struktur. Das von Häupl wenig geschätzte Modell der so genannten kollegialen Führung wird es im GZW schon vor dem Beschluss des geplanten Wiener Pflegeheimgesetzes nicht mehr geben.

Heftige Diskussionen um den Geriatrie- und Pflegebereich in Wien werden seit vergangenem Jahr geführt. Anlass waren Berichte über Pflegemissstände im Geriatriezentrum am Wienerwald. Auch der Fall eines psychiatrisch kranken Patienten, der auf einem Dachboden des Pflegeheimes gestorben ist, hat zuletzt für Aufregung gesorgt. Der Mann war seit vergangenem April abgängig, die Suche nach ihm war damals erfolglos verlaufen.

Aus diesem Grund kommen nun auch neue Richtlinien für die Fahndung nach verschwundenen Heimbewohnern: In Zukunft wird unter anderem auch ein externer Sicherheitsdienst bei Bedarf herangezogen. Doch auch die Lainz-Hausaufsicht wird in Zukunft genauer kontrollieren. Bei Rundgängen sollen versperrte Türen geöffnet und die dahinter liegenden Räume unter die Lupe genommen werden. Weiters wird es genaue Checklisten geben, in denen eingetragen wird, wann jemand wo kontrolliert hat. (apa/red)

4.6.2004 17:13