Ehrung für Kirchenmann: Kardinal König soll eigene Brücke bekommen!
- "Nibelungen-Brücke" in Linz soll umbenannt werden
- Diözese Linz tritt für Umbenennung ein
Die bekannteste Brücke von Linz, die "Nibelungen-Brücke", soll umbenannt werden und zwar in "Kardinal König-Brücke". Dieser Vorschlag des Pfarrers Hans Grasböck aus Steyr wird von der Diözese Linz unterstützt!
Die Brücke gehörte zu dem Plan Hitlers, Linz völlig umzubauen. "Diese Stadt bedeutet mir viel", hatte er erklärt und die Patenschaft über sie übernommen. 1938 wurde mit dem Bau der Brücke über die Donau begonnen, die Linz mit seinem nördlichen Stadtteil Urfahr verbindet. 1940 wurde sie eröffnet. Vier sechseinhalb Meter hohe Gips-Reitstandbilder der bedeutendsten Nibelungenfiguren Siegfried, Kriemhild, Gunter und Brunhild schmückten kurzfristig die Brückenköpfe. Das Dritte Reich sank 1945 in Schutt und Asche, die Brücke aber blieb und mit ihr der Name.
Er solle weg, fordert Pfarrer Grasböck im Volksblatt: "Benennt die Nibelungenbrücke in Kardinal-König-Brücke um". Der verstorbene Kardinal habe zu Recht den Ehrentitel "Brückenbauer" getragen. Es wäre ein schönes Zeichen, würde man die Nazi-Bezeichnung abschaffen und stattdessen König würdigen. Unterstützung bekommt der Pfarrer von Ferdinand Kaineder von der Diözese Linz: "Wir können das natürlich nicht entscheiden, haben aber selbstverständlich keine Einwände, wenn man sich entschließt, einen verdienten Mann so zu ehren". (apa)
