Scheidungsrate weiter rückläufig: 2003 wurden 43,2% der Ehen geschieden!
- 18.727 Ehen endeten 2003 vor dem Scheidungsrichter
- 2002 waren es 44 Prozent, 2001 noch 46 Prozent
Gute Nachrichten für all jene, die den Weg vor den Traualtar noch wagen wollen. Laut Statistik Austria ist die Scheidungsrate zum zweiten Mal in Folge rückläufig. Im vergangenen Jahr wurden 18.727 Ehen (43,2 Prozent) geschieden, um 870 oder 4,4 Prozent weniger als im Jahr 2002. Von 100 geschlossenen Ehen endeten 43 vor dem Scheidungsrichter, 2002 waren es noch 44, im Jahr davor 46 gerichtliche Trennungen.
Überdurchschnittliche Rückgänge bei den Scheidungen verzeichneten die Bundesländer Steiermark mit minus 11,2 Prozent, das Burgenland mit minus elf Prozent, Oberösterreich mit minus 5,9 Prozent und Niederösterreich mit minus 5,3 Prozent. In Wien (minus 3,9 Prozent) und Tirol (minus 3,8 Prozent) war der Rückgang gegenüber 2002 jeweils unterdurchschnittlich. Entgegen dem gesamtösterreichischen Trend war in Vorarlberg (plus 0,6 Prozent), Kärnten (plus 3,2 Prozent) und Salzburg (plus 7,7 Plus) die Zahl der gerichtlichen Trennungen im Jahr 2003 höher als 2002.
Die meisten Scheidungen wurden laut den Zahlen wieder in Wien mit 53,2 Prozent verzeichnet, gefolgt von Vorarlberg mit 46,2 Prozent sowie Niederösterreich mit 45,8 Prozent und Salzburg mit 44,4 Prozent. Die Steiermark (38,4 Prozent) und Kärnten (38,2 Prozent) lagen im Mittelfeld. In Oberösterreich (36 Prozent), Burgenland (35,9 Prozent) und Tirol (35,7 Prozent) waren die niedrigsten Raten.
88 Prozent aller gerichtlichen Trennungen waren einvernehmlich. Wegen Auflösung der häuslichen Gemeinschaft wurden 964 und wegen anderer Gründe 1.210 Ehen aufgelöst. Die mittlere Dauer der im Jahr 2003 geschiedenen Ehen war mit 9,8 Jahren genauso lang wie im Vorjahr. Damit dauerte fast die Hälfte bereits zehn Jahre oder länger, was wiederum eine Steigerung der mittleren Ehedauer um zwei Jahre im vergangenen Jahrzehnt bedeutet. (apa/red)
