Nach Asyl-Beschluss: Anonyme Drohungen gegen Bürgermeister von Puch
- Anzeige gegen unbekannt wegen versuchter schwerer Nötigung und Verhetzung
Vor einer Woche hatte sich die Gemeindevertretung von Puch (Tennengau) geeinigt, 30 Asylwerber vorläufig für ein Jahr in dem von der Caritas geführten Flüchtlingsheim unterzubringen. Jetzt hat Bürgermeister Helmut Klose (V) anonyme Postkarten mit ausländerfeindlichen Parolen und massiven Drohungen gegen die Flüchtlinge bekommen, die die Gemeinde aufnehmen wird. Nun ermittelt das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, teilte Sicherheitsdirektor Anton Stenitzer am Donnerstag mit.
Ein Unbekannter hat zwei Postkarten an Bürgermeister Klose geschickt. Darin wird das Gemeindeoberhaupt aufgefordert, den Gemeinderatsbeschluss aufzuheben. Die Drohungen in diesen Schreiben gegen die aufzunehmenden Flüchtlinge sind derart massiv, dass der Bürgermeister jetzt die Gendarmerie eingeschaltet hat. Der Journalrichter ordnete die Anzeigeerstattung gegen unbekannte Täter wegen versuchter schwerer Nötigung und Verhetzung an. (apa/red)
