Verwirrung um Eurofighter-Ankauf: Platter verspricht keine Änderung der Pläne
- Minister dementiert Berichte über britisches Angebot
- Österreich soll ab insgesamt 18 Eurofighter bekommen
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EADS weist Berichte über Mängel vehement zurück
Verteidigungsminister Günther Platter (V) hat vor dem Ministerrat Medienberichte dementiert, wonach Österreich ein neues Angebot aus Großbritannien für 18 Eurofighter habe. Bei dieser Sache sei "nichts dahinter", sagte Platter. Es gebe kein Angebot von der britischen Regierung. Österreich habe einen gültigen Vertrag mit dem Eurofighter-Hersteller EADS für 18 Eurofighter. An diesen Plänen werde sich "überhaupt nichts" ändern.
Zuvor waren Berichte aufgetaucht, das britische Verteidigungsministerium plane bis zu 50 Jets aus der ersten Tranche an Kunden wie Österreich oder Singapur zu verkaufen, um den eskalierenden Kosten des Rüstungsprojektes zu begegnen. Auf einer Liste möglicher Käufer schienen auch Norwegen und Südkorea auf, so der britische "Sunday Telegraph".
Der zuständige Verteidigungsstaatssekretär Adam Ingram hatte die Verkaufsentscheidung in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des liberal-demokratischen Abgeordneten Norman Lamb erklärt, dass Möglichkeiten für einen Export des Eurofighter an Abnehmer in Übersee überlegt worden seien. In diesem Fall würde der Auslieferungsplan an die Royal Air Force entsprechend angepasst. Die RAF bleibe in jedem Fall der primäre Abnehmer für die Eurofighter, "und jede Entscheidung, die getroffen wird, wird ihre Erfordernisse voll und ganz berücksichtigen".
Österreich soll ab 2007 insgesamt 18 Stück Eurofighter bekommen. Laut Kaufvertrag, der im Vorjahr unterzeichnet wurde, handelt es sich dabei um Maschinen aus der zweiten, weiter entwickelten Fertigungstranche. (apa/red)
